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Fiqh فقه tiefgehendes Nachdenken, Rechtswissenschaft
Fiqh
ist eigentlich der Prozess, welcher Jurisprudenz ermöglicht und wird
insofern oft mit Jurisprudenz übersetzt und auch als Sammlung
der Gesetze, die dem Koran und der Sunnah abgeleitet wurden, bezeichnet, wenn gleich das
genaugenommen nicht richtig
ist. Figh ist das zugrundeliegende Nachdenken, Wahrheitssuchen und betrifft alles was erlaubt
oder verboten ist. Also das Wissen, ob z.B. eine Ehe bereits als geschieden gilt oder
noch nicht.
Dieses "Nachdenken oder Nachforschen"
geschieht ausschließlich im Kontext von
Offenbarung (Wahhyy,
Qur'aan) und
Sunnah
und der Liebe und Angst vor
Allah
Für Antworten, die nicht aus dem Qur'aan und/oder der Sunnah zu entnehmen sind, ist der Idschtihaad (Prozess der legalen Rechtsentscheidung) eines Mudschtahids (umfassender Rechtsgelehrter) maßgeblich. Es hat eine Reihe von solchen Gelehrten gegeben und nach ihnen sind die Rechtsschulen benannt, doch haben sich nur vier, nämlich die "hanifitische, malikitische, shafiitische und hanbalitische" brauchbar erhalten. Muslime können daher mittels Madhhab (Rechtsschule) ohne selbst Gelehrte zu sein, wissen wie sie ihr Ritualgebet richtig ausführen sollen, was ihnen erlaubt oder verboten ist und wann ihre Ehe als geschieden gilt, usw... Der richtige Faqiih (Rechtsgelehrte) von heute ist derjenige, der den früheren Fuqahaa' (Gelehrten) in ihren Entscheidungen folgt (Taqliid) und weiß, wo er nachlesen kann und notfalls, sofern er dazu Idschazah (Erlaubnis eines oder mehrere seiner befugten Lehrer) hat, Fatwas zu aktuellen sub/sub/sub Angelegenheiten geben. Z.B,: dass es erlaubt ist, mit der Nähmaschine zu nähen oder mit dem Auto zu fahren, weil jemand etwa fragt, ob diese Tätigkeiten nicht Bidah (unerlaubte Erneuerung) seien oder ob eine standesamtliche Ehe in Daru-l-Kufr für einen Muslim Gültigkeit hat.
So ist es rechtlich vollkommen unbedeutend wenn
etwa Körperschafts,- oder Vereinssprecher ihre Meinungen z.B. zur Verschleierung der
Frau äußern, solange dies nicht mit der Rechtsmeinung der Gelehrten der
Madhaa'hibs übereinstimmt, denn
heute es gibt längst keine Gelehrten
mehr, welche berechtigt wären etwas am Konzens der frühen Gelehrten
etwas zu ändern und diesbezüglich neue
Fatwas abzugeben. Dass eine Mehrheit der Muslime
vieles nicht befolgt was sie befolgen sollte, ändert nichts am islamischen
Gesetz und auch wenn manche mit unqualifizierten Argumenten wie: "Das steht ja nicht
(s) so im Qur'aan" gegen Qur'aan und/oder "das ist nicht genau
so in den Erklärungen den Propheten
Der Muslim, der einer Rechtschule folgt, der wird Muqallid genannt im Gegensatz zum ghairMuqallid, also der Mudschtahid, dem Großgelehrten, der verpflichtet ist, selbst aus Qur'aan und Sunnah das Richtige abzuleiten. Heute ist die Ummah in dieser Angelegenheit aber zusehends verwirrt, denn Pseudogelehrte stacheln die Nafs al ammaarah der Muqalliduun auf, indem sie ihnen einreden, sie wären ja selbst so intelligent um von Qur'aan und Sunnah das Richtige abzuleiten und Muqallid sein, das sei ein Bidah (unerlaubte Neueinführung in den Islam). Heute werden irrtümlich diejenigen als Gelehrte betrachtet, die eine "islamische Universiät" oder einen Fernkurs absolviert haben und wissen wie "gewünschte" Fatwas zu formulieren sind. Heute werden nicht Gelehrte mit Idschaazah (Erlaubnis) gesucht, sondern diejenigen von welchen schon gewusst wird, dass sie die gewünschte Fatwa produzieren. Jeder Muslim weiß, dass z.B. Ribaa zu dem gehört, was haraam ist; doch wenn nun ein Muslime Geld braucht, also einen verzinsten Kredit nehmen will, so suchen sich manche denjenigen Gelehrten, von dem schon bekannt ist, dass er "heute" oder in "Daru-l-Kufr" Zinsen für erlaubt erklärt hat, und benützen seine Fatwa zur Beruhigung ihres Gewissens und als Argumnet gegenüber anderen Behauptungen. Insbesondere in Europa (wohl auch in den USA), haben muslimische Immigranten häufig Igenieur- oder Ärtztekarieren angestrebt, und später ihre derart trainierte Denkweise mit islamischen Wissen, insbesondre mit fiqh zu verwechseln begonnen; sie sagen dann z.B.: "Weder im Qur'aan noch in irgendeinem Hhadiith gibt es einen Hinweis auf eine bestimmte Rechtschule ...usw..", was belegt, dass sie grundlegend nicht verstanden haben was mit fiqh übnerhaupt gemeint ist. Solche Erklärungen klingen aber für viele sehr vernünftig und ihre Nafs (Ego) findet Gefallen daran. Einen starken Wind erhalten diese ghairMuqalliduun vom "Integrationsprozess" (eigentlich Assimilierung) in den Lifestyle der Ungläubigen.
"The Light of Clarification" - Hanafi Fiqh Manual by Hasan Shurunbulali - English Translation - 437 Pages - PDF ... Nur al-Idajh is a broadly taught Hanafi text which entails vast areas of jurisprudence, namely the rulings to worship. It leaves the student well prepared to deal the entirety of issues from purification to hajj. It reveals in a small way as to why the Hanafi Madhhab is held in such high esteem from scholars all over the world. .....
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