Daâwah   دعوة  Einladung zum Islam, Vermittlung, Informieren

 

 

 
   

Islam durch seine Vorteile oder vermeintlichen Nachteile erklären zu wollen ist fast immer sinnlos, solange nicht beim Zuhörer Imaan vorahnden ist oder ein Zugehörigkeitsgefühl mit gleichzeitigen theologischen Zweifeln an seiner traditionellen Religion. Zuerst sollte eine Sehnsucht und Liebe zum Schöpfer und Dessen liebsten Geschöpf, Seinem Gesandten Muhhammad (möge der Friede und Segen Allahs auf ihm sein) vermittelt werden, damit rationale Folgeüberlegungen einen Sinn ergeben können.

 

Für Ungläubige erscheint der gelebte Islam in vielen  Details als Behinderung auf ihrem angestrebten Lebensweg; insbesondere dann, wenn es um sexuelles Vergnügen, Rauschgift oder Selbstentfaltung geht. Es ist daher unwichtig, einem Nichtmuslim zu erklären, dass Alkohol verboten ist, wenn er nicht etwas in seinem Herzen hat, was merkbar durch Rauschgift getrübt werden könnte; solange nicht die Liebe zu Allah und Seinem Gesandten, als auch das Leben nach dem Tod zumindest dämmern begonnen haben, hat er keinen über die physische Gesundheit reichenden Grund um mit Rauschgift aufzuhören, - ja es kann sogar sein, dass ihm Allah durch Rauschgift einen Blick auf die Wahrheit kurzfristig öffnet. Im Zustand des Kufr (verstecken der Wahrheit) kann der Betroffene die Einschränkungen durch den Islam nicht als für ihn förderlich erkennen, so wie ein Kind nicht erkennen kann, dass zuviel Zucker schädlich ist. Heutige Christen, Juden und andere Anhänger traditioneller Religionen, glauben oft nicht mehr an eine Bestrafung nach dem Tod - oder gar an einen ewigen Aufenthalt im Feuer, dessen Brennstoff sie selbst sind; nein vielmehr interpretieren sie, das dies bildhafte Darstellungen für Menschen früherer Generationen waren, welchen nur so etwas vermittelt werden konnte, doch heute, nach der Aufklärung und dem scheinbaren Wissen von Evolution, ist das nicht mehr nötig. Andere erkennen zwar essentiell den Sinn von Religionspraktiken, bzw. "spirituellen Techniken" an, verweisen aber auf psychologische Parallelen und fühlen sich über formale Verbindlichkeiten erhaben; retrospektiv kann ich mich heute zu dieser Gruppe zählen, doch damals, als ich dazugehörte, da wußte ich natürlich nichts davon

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Wenn Muslime die Gewohnheiten der kufaar (Nichtmuslime) nachahmen, so dass sie auf der Strasse und bei anderen Anlässen nicht mehr als Muslim zu erkennen sind, dann vermitteln sie einer der Ungläubigen zu sein, auch wenn diese äußeren Angelegenheiten niemals die Grundlage des Islam sein können. Nachahmer sind Nachläufer und genau dies sollten Muslime vermeiden und der Prophet Muhhammad hat davor eindringlich gewarnt;  insbesondere dann, wenn sie über Islam informieren wollen oder sogar eine öffentliche Position im Namen des Islam einnehmen. Da Imaan in Kufr oder umgekehrt grundsätzlich nicht "integrierbar" sind ganz unabhängig von anders lautenden Behauptungen, bedeutet Integration von Muslimen in ein von Ungläubigen dominierten Gebiet, dass Muslime beim Erwerb ihres Lebensunterhaltes durchaus Konflikte erleben können, wenn sie ihr Gebet zur richtigen Zeit abhalten, sich nicht den Bart abrasieren, und die Krawatte ablehnen, so dies eindeutig en Symbol des Kufr ist oder Männer ihre Kleidung nicht am Boden schleifen lassen., auch wenn sie über sich selbst meinen, nicht hochmütig zu sein - da nämlich genau diese Meinung über sich selbst ein treffendes Beispiel für Hochmut ist oder wenn eine  Frau umfangreich verschleiert ist, mit den Fingern gegessen wird oder zusammenfassen ausgedrückt, wenn der Sunnah und nicht der Lebensweise der Nichtmuslime formal gefolgt wird, insbesondere in den Angelegenheiten, wo die Symbolwirkung stark ist oder die Handlung sich ständig wiederholt. Keine Frage, der Mehrheit der eingewanderten Muslime dürfte dieses Einstellung bereits in ihren Heimatländern abhanden gekommen sein. Ein Muslim, welcher der Sunnah folgt erscheint für manche assimilierte Erbmuslime durchaus als "verrückt".

 

Wenn sich also eine innere Wahrheit nicht äußerlich manifestiert, kann der ehrlich Suchende kaum einen Sinn in für sich im Islam erkennen. Islam ist eine Lebensweise und war am Anfang fremd und wird am Ende auch wieder fremd sein. Dawa bedeutet nicht zu Hause Muslim sein, sondern am Arbeitsplatz eine andere Lebensweise als Beispiel vermitteln, um derart auch eine geistige Berechtigung Basis zu haben, in Daaru-l-Kufr zu leben.

  

Muhhammad Abu Bakr Mueller