Âqiidah    عقيدة   Glaubneslehre, Grundüberzeugungen,   Fundamentaltheologie

 

 

 
   

Glaubenlehren sind Zusammenfassungen theologischer Grundüberzeugungen (Aqiidah  عقيدة plural عقائد ʿaqā'id ‎) des Gläubigen (Mu'min) durch dazu befähigte Gelehrte, damit Gläubige darin unterstützt sind ihre eigne Überzeugungen zu sehen, denn letztlich zählt vor Allah nur die eigene Überzeugung.  Die authentische Glaubenslehre ist die von Ahlu-s-sunnah wa-l-Dschamâh أهل السنة والجماعة (Leute der Sunnah und der Gemeinschaft) und wurde von Gelehrten wie z.B. Ascharii, Maturidii und Tahhawii usf., aus unterschiedlichen Perspektiven dargelegt. So erklärt etwa einer, dass Glaube  "zu- bzw. abnehmen" könne und ein anderer, dass Glaube "weder ab-, noch zunehmen könne, doch  auf Grund von Handlungen mehr oder weniger leuchten könne" usf.  Die studieren der richtigen Lehren schützt den Gläubigen vot Irrlehren wie z.B. "dass man Allah auf der Bergsspitze näher sei wie im Tal", oder dass man "durch Sünden (abgesehen von Götzendienst) den Islam verlassen würde" usf., doch letztlich gibt es in Glaubensfragen kein Nachahmen, sondern jeder steht mit dem, was er in seinem Innersten geglaubt hat, allein vor Allah. Jeder Anhänger einer Glaubenslehre ist natürlich von seiner eigenen Lehre als die "authentische" überzeugt.

Das Arabische Wort عقيدةÂqiidah stammt von der Wurzel âqada, was etwa Sicher, Überzeugung, Bestätigung bedeutet.  Âqiidah beziehrt sich auf die Angelegenheiten, welche mit Sicherheit und Überzeugung im Herzen und der ganzen Seele geglaubt werden; ohne Färbung durch Zweifel oder Unsicherheit. Âqiidah (pl. Âqaa'îd ) bezieht sich auf all das, was mit Imaan, also den Grundüberzeugungen eines Muslims zu tun hat, wie z.B. Tauhiid (dass Allah Eins ist), dass Allah nicht Bestandteil räumlicher Dimension - wie etwa "oben, unten, überall ....usf." - ist, dass das Wichtigerachten der Sunnah eine Fardt (Pflicht) ist, usw. Manche der authentischen Âqaaîd wurden von Gelehrtenvon Ahlu-s-sunnah wa-l-Dchama' aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedlich formuliert, doch ohne Unterschiede im Glauben, währen Sekten jeweils durch Abweichungen in der Glaubenslehre begründet sind. Im übertragenen Sinn ist Âqiidah die unveränderliche "Verfassung" der Muslime. Die Glaubensgrundlagen des Muslim, oder auch Konzepte, welche Imaan (Glauben an das Unsichtbare) voraussetzen und in der Folge alle Bereiche des Lebens durchdringen sind absolut bindend und gesetzgebend und schließen abweichend Glaubenslehren von islamischer Sekten bzw. anderer Religionen aus. Für jeden Muslim ist es verpflichtend, sich mit seiner Âqiidah zu beschäftigen um nicht durch Irrelehren aus dem Islam hinausgeführt zu werden oder auch nur den Eindruck zu erwecken, einer Irrlehre zu folgen. Während in der Rechtswissenschaft Taqliid verpflichtend ist, gilt in Fragen der Âqiidah nur die eigene Überzeugung im Herzen.  Guten Taten, das Rezitieren des Qur'aan, die Beachtung der Scharîah in ihren Details hilft nichts, wenn nicht die richtige Âqiidah im Herzen ist. So kommen diejenigen, die sagen, es kommt nur darauf an "menschlich zu sein", nach ihrem Tod in das Höllenfeuer, sofern sie nicht den authentischen Glauben gehabt haben.

Zu Lebzeiten des Gesandten Allahs war es nicht notwendig, Fragen betreffend Âqiidah systematisch darzulegen, doch alsbald kamen Fragen, Irrlehren und Missverständnisse im mVolk auf, so dass die Wissenschaft der Glaubensgrundlagen sich notwendiger Weise entwickeln musste, um Muslime vor Irrlehren zu schützen. Die bekanntesten und frühesten Werke, in denen die Âqiidah von Ahlu-s-sunnah wa-l-Dchama' geordnet dargestellt wurde, stammen von Abu l-Hasan al-Aschâri (255 - 323 H.) (أبو الحسن علي بن اسماعيل الأشعري und Muhammad bin Mahhmuud Abu Mansur Muhammad Ibn as-Samarqandi al-Maturidi al-Hanafi (ca. 279-329) ‏ محمد بن محمود أبو منصور السمرقندي الماتريدي الحنفي.  Eine allseits anerkannte und vielleicht auf Grund ihrere Kürze heute sehr verbreitete Zusammenfassung der Âqiidah (Glaubneslehre), stammt von Imaam Abu Jaafar al Tdahaawi (239-321 H. - Ägypten) und bereits ins Deutsche übersetzt.

Wer eine falsche Âqiidah hat, der hat möglicherweise den Islam bereits verlassen, obwohl er als Muslim auftritt, sich seines Irrtums meist  nicht bewusst ist oder gar als großer Gelehrter bekannt ist. Durch das Annehmen einer falschen Âqiidah entstehen die Sekten, deren Anhänger aber, kulturell gesehn weiterhin als Muslime auftreten und wegen der vielen Ähnlichkeiten in der Praxis auch so empfunden werden. Es mag natürlich sein, dass ein unaufmerksamer, ungebildeter Muslim etwas formuliert, was Ausdruck einer falsche Âqiidah ist, während er aber in seinem Herzen das Richtige glaubt. So hört man etwa sagen: "Allah ist überall", wobei Allah damit eine Örtlichkeit oder Substanz (Dschism) angedichtet wird und dies Götzendienst (Schirk) ist; daher ist Vorsicht in der Beurteilung von Laien geboten wenn sie solche Aussagen machen, denn vielleicht glauben sie das Richtige verwende aber falsche Worte.

Muhhammad Abu Bakr Müller

 

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Kitāb Al-Waṣiyya  - Buch des Testaments ..... Von Al-Imām Abū Ḥanīfa, Muḥammad Al-Nuʿmān ibn Al-Thābit ...... Glaube nimmt weder zu noch ab, denn sein Abnehmen ist undenkbar, außer mit dem Zunehmen des Unglaubens und sein Zunehmen ist undenkbar, außer mit der Abnahme des Unglaubens. Wie kann es passend sein, dass eine Person zur gleichen Zeit ein Gläubiger und ein Ungläubiger ist? Ein Gläubiger ist ein wahrer Gläubiger und ein Ungläubiger ist ein wahrer Ungläubiger. Es gibt keinen [Anteil an] Zweifel im Glauben, so wie es keinen [Anteil an] Zweifel im Unglauben gibt, wegen dem Worte Allahs (subḥānahu wa taʿālā): „Das sind die wahren Gläubigen.“ (8:4), und „Das sind die wahren Ungläubigen“ (4:151). Die Sünder von der Gemeinschaft (Ummah) Muḥammads (ṣallallāhu ʿalayhi wa sallam) sind alle Gläubige, wahrhaftig, und sie sind keine Ungläubigen. .....

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Literalism and the Attributes of Allah  .... Are the Hanbali Mujtahid Imams al-Dhahiri and Ibn Hazm considered Ahl al-Sunna? And was Imam Ahmad ibn Hanbal an anthropomorphist—meaning someone who ascribed human attributes to Allah ? Can you provide me examples of the sayings of Imam Ahmad that show he did not have anthropomorphic ‘Aqida? ...... The questions proved to be related in ways unsuspected by their author. What unites them is literalism as an interpretive principle, which is the subject of my talk tonight. We will look at it first in respect to ijtihad, meaning the ‘qualified deduction of Islamic legal rulings from the Koran and Hhadiith.’ But we will look at literalism also, and most carefully, from the point of view of ‘aqida or Islamic belief, in understanding the Koranic verses and prophetic Hhadiiths that are called mutashabihat or ‘unclear in meaning’ — such as the verse in Surat al-Fath that says,  "Allah ’s hand is above their hands" (Koran 48:10)  ..... Nuh Ha Mim Keller

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A Repudiation of The Blasphemy That Allah is in the sky ... and that He Ascends the Throne.......Being A Learned Discussion About the Meaning of the Verse of Istiwa and the Hhadiith of the Slave Girl.........Imam Malik’s Response to a Question Addressed to Him on the Meaning of Allah ’s Istiwa on the Throne ..................By Muhhammad William Charles al-Hanifi 

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Taqleed   On the necessity of following qualified Islamic scholarship. ...by Abdul Waheed

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Ayat_Qur'aan  "Muhkamat Ayat": These are the ayat that have only one meaning according to the rules of the Arabic language or else the meaning of the ayah is clearly known.  "Mutashabihat Ayat": These are the ayat that can have many meanings according to the rules of the Arabic language. Assigning meanings to these ayat requires thorough thinking so that acceptable meanings are given to them.

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Aqida_Tahawia 'Imam Tahawi's al-Âqidah, representative of the viewpoint of Ahl As-Sunnah Wal-Jamaaât, has long been the most widely acclaimed, and indeed indispensable, reference work on Muslim beliefs, of which this is an edited English translation.

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Divine Transcendence in Islam  (at  tanzihi):  pdf-file  Being a treatise on the essence of al-tauhid; that is, the uniqueness of God and its antithesis, the heresy of anthropomorphism. By Muhhammad William Charles.