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Verschleierung ist Unterdrückung, aber was wird eigentlich unterdrückt? Muhammad Abu Bakr Müller / Ramadaan 1431 (2010) Beta !
Die Verschleierung der Frau in der Öffentlichkeit ist für die Mu'minuun (Gläubige) eine Selbstverständlichkeit und nach allen Madhaahib (Rechtsschulen) fard (absolut verpflichtend).
Allah Der Körperbereich, welcher beim Mann bzw. bei der Frau nicht gesehen werden darf, der wird Aurah genannt. Die Leugnung der Verschleierungspflicht ist Kufr (Ungläubigkeit), doch ungeachtet der Dschîma (Übereinkunft der frühen Großgelehrten) gibt es Modernistengelehrte, welche die Verschleierung nicht als Pflicht interpretieren. Von Ihnen und ihren Anhängern, welche glauben, ihre eigenen Rechtsschlüsse unter Auslassung der prophetischen Erklärungen des Qur'aans machen zu können, ist immer wieder zu hören: "Das steht ja so nicht im Qur'aan". Dieses spekulative Verhalten trägt zur inneren Zerstörung des Islam bei in dem es Verwirrung unter Gläubigen und Ungläubigen entfacht. Solche Behauptungen suggerieren u.a., dass die frühen Großgelehrten (insbesondere die Gründer der vier Rechtsschulen) noch nicht verstanden hätten, was heutige "Islamexperten" und "Islamologen" verstehen, um dadurch Muslimen eine Lösung für ihre unlösbaren Konflikte beim Leben in Daru-l-Kufr anzubieten und in die Lebensweise der Ungläubigen möglichst schmerzlos einzubetten; keine Frage solche Irrlehren finden genügend Anhänger auf die sich die Regierungen der Ungläubigen so wie auf die Anhänger der Salaafi-Irrlehre (die sie einst selbst kräftig unterstützen) als verlässliches Feindbild verlassen können; Ungläubige nenne diese zwei modernen Gruppen "Gemäßigte" und "Extreme", wobei beide den Islam auf ihre Weise leugnen und ihre Ansichten nach Bedarf verschleudern.
Nur nach
Imaam Abu Hanifa (hanifitische Rechtschule) ist die
Gesichtsverschleierung nicht fard, sondern
wadschib
(also bedingt verpflichtend), womit
z.B. gemeint ist, dass Muslime, welche in
Daru-l-Kufr
(Gebiet der Ungläubigen) leben, oder Frauen die schon alt sind, Gesicht, Hände und Füße
nicht unbedingt verschleiern müssen:
"Und für diejenigen Frauen, die alt geworden sind und nicht
(mehr) darauf rechnen können, zu heiraten, ist es keine Sünde, wenn sie ihre
Kleider ablegen, soweit sie sich (dabei) nicht mit Schmuck herausputzen. Es
ist aber besser für sie, sie verzichten darauf. Allah
Im Qur'aan wird das Wort خمار Khimaar (Schal), also ein spezifisches Kleidungsstück erwähnt, deren Eigenart den damaligen Arabern geläufig war. Im arabischen Sprachgebrauch, hat sich dann aber im Sinn der Verschleierung der weiblichen Reize, der Begriff Hhidschaab (Vorhang) durchgesetzt; womöglich um den Sinn des خمار Khimaar (Schals) zu betonen.
Dass in Europa und anderswo Mehrheiten der
Muslimas
vom
Hhidschaab keinen Gebrauch
machen, oder säkularen Gesetzen Vorrang geben, welche den
Hhidschaab
sogar
bei Strafandrohung
verbieten, ist im Sinne der
Schrîah
irrelevant und dem Zweck nach - also dem
Abschirmen der Reize in der Öffentlichkeit - kontraproduktiv.
Doch was machen
Muslime wen ihnen die Bestimmung Allah
Al-Ahzaab Vers 53: Ihr Gläubigen! Betretet nicht die Häuser des Propheten, ohne daß man euch
(wenn ihr) zu einem Essen (eingeladen seid) Erlaubnis erteilt (einzutreten),
und ohne (schon vor der Zeit) zu warten, bis es so weit ist, daß man essen
kann (ghaira naaziriena inaahu)! Tretet vielmehr (erst) ein, wenn ihr
(herein) gerufen werdet! Und geht wieder eurer Wege, wenn ihr gegessen habt,
ohne zum Zweck der Unterhaltung auf Geselligkeit aus zu sein (wa-laa
musta'nisiena li-hadiethin) (und sitzen zu bleiben)! Damit fallt ihr dem
Propheten (immer wieder) lästig. Er schämt sich aber vor euch (und sagt
nichts). Doch Allah
Dass sich zum Islam bekennende Frauen und Mädchen in der europäischen Öffentlichkeit mehrheitlich aus verschiedenen Gründen nicht oder ungenügend verschleiern ist Tatsache, doch ändert dies nichts an ihrer Pflicht. Verschleierung ist ein zweckspezifischer Kleidungsbestandteil, erscheint Ungläubige als Symbol des Islam, so sie den Zweck und den Sinn meist leugnen.
Die Verschleierung (Kleidung) soll derart sein, dass sie am Körper nicht eng anliegt, also seien Form verschleiert und ihre Farben nicht zum Blickfang werden. Nach der hanifitschen Rechtslehre, ist die Verschleierung von Händen, Füßen und Gesicht wadschib (verpflichtend), was zum Unterschied zu "fard" bedeutet, dass diese Körperbereiche unter gewissen seltenen Umständen von der Verschleierung ausgenommen sein können, bzw. wenn jemand die Verpflichtung zur Verschleierung dieser Körperteile leugnet, deshalb nicht zum Kafir (Ungläubiger) wird. Die immer wieder gehörte Behauptung aber, dass der Gesichtsschleier "theologisch" nicht begründbar und daher keine Pflicht sei, ist hingegen eine Erfindung, ganz abgesehen davon, dass islamische Gelehrte den Begriff "theologisch" gar nicht verwenden. عِلْمُ الكَلام Îlmu-l-kalam (Wissenschaft der Rede), wird manchmal mit "Theologie" übersetzt, doch ist dies nicht richtig..
Unterdrückung der Frau? Das darf nicht sein! Verschleierung zur
Unterdrückung der Frau? Das darf nicht sein! Fleischliche Lust? Die ist
Privatsache! Ende! Oder? Nein. Anfang, denn
Nun schwenken wir vom Straßenverkehr in den Seelenverkehr und setzen mal voraus, dass der Leser dies kann. Wir erklären hier, wie die Unterdrückung der an-Nafs al-ammara (die triebhafte Seele, die zum Übel aneifert) für die langfristige Zufriedenheit (das nächste Leben) notwendig ist und dass die Verschleierung der muslimischen Frau in der Öffentlichkeit nicht Privatsache, sondern Allgemeingut ist und dass jeder Muslim verpflichtet ist, gegen die Entschleierung gegebenenfalls aufzutreten. Die Schari^ah (islamisches Gesetz) gilt nicht nur für in der Öffentlichkeit als Vertreter von Muslimen auftretende Personen, sondern für jeden Muslim bzw. jede Muslime. Die heute vielfach geäußerten Meinungen zur Verschleierung, wo Plagiate wie: "freiwillig, Selbstbestimmungsrecht der Frau, Frauen werden bevormundet, Unterdrückung der Frau, kritische Meinung, einen Gesichtsschleier zu tragen ist keine theologische Notwendigkeit, usf" sind islamrechtlich bedeutungslos, auch wenn es genügend moderne Gelehrte gibt die das so sehen und das Straßenbild dies vermittelt und von Ungläubigen oder einen gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Erfolg suchenden Muslimen nur all zu gerne für die jeweiligen, Zwecke aufgegriffen wird. Diskussionen zum Thema werden als abendliche Unterhaltungssendungen ausgestrahlt, doch Meinungen, islamrechtlich gesehen, bedeutungslos.
Muslime sollten verstehen, dass Ungläubige mit "Unterdrückung fleischlicher
Lust", also mit der Verschleierung der weiblichen Reize in der
Öffentlichkeit, kaum was anfangen können, selbst dies der christlichen oder
jüdischen Lehre usf. entspricht. Wie sollten jemand seine Religion
verteidigen, der sie mit seiner Kultur verwechselt und daher sagt: "Die
christliche Kultur und deren Werte müssen vor Minaretten geschützt werden".
Zischen "glauben", dass Jesus (der Friede Allah
Viele Muslimas verschleiern ihr Gesicht und andere Körperteile nicht. Das mag verschioedene Gründe haben, kann aber nie ein Argument werden, dass dies deshalb erlaubt sei. Man hört auch immer wieder das Aargument, dass weder Haar,- noch Gesichtsschleier usf. im im Qur'an verlangt würden; (...."das stehet so nicht im Qur'aan), doch wer immer dies sagt, verweist lediglich auf seine Inkompetenz wie derjenigen, der etwa sagt, dass das Ritualgebet auch nicht im Qur'aan genau beschrieben sei. Die Figqh (Rechtsfindung) in diesen Angelegenheit ist längst durch Idschmaâ (Konsens der rechtschaffenen, frühen Gelehrten) abgeschlossen und kann nicht wieder aufgerollt werden, auch wenn sich die Lebensumstände stark verändert haben.
Während die Seele zur fleischlichen Lust neigt und Kleidung diese Lust fördern oder bremsen kann, bleibt die Frage, wozu sollte denn diese Lust unterdrückt werden, wo sie doch etwas natürliches ist, und Gott den Menschen so geschaffen hat? Wie kann da die Förderung (durch erotisierende Kleidung) der Lust in der Öffentlichkeit etwas Abzulehnendes sein? Welche Absichten bzw. Zielvorstellungen sind hinter diesen zwei Richtungen?
Während die
Förderung der öffentlich vorgetragenen Luststeigerung durch Kleidung in Europa
selbstverständlich ist und auch jeder weiß, was
Ungläubige sind nicht in der Lage, die Verschleierung der Frau auch nur ansatzmäßig als sinnvoll zu erkennen, so wie man Wasser als sinnvoll zum Trinken erachtet. Wenn Muslime mit Ungläubigen über Verschleierung reden, sollten sie nicht vergessen, dass Ungläubige das Leben eher als Paradies verstehen und nicht so, wie der Prophet erklärt hat, als ein Gefängnis, dass man mit dem Tod verlässt. Wie soll jemand, der das Paradies durch Vergnügungen sucht, den tieferen Sinn der Unterdrückung der Reize erkennen?
Kleidung hat vielerlei Funktion. So mag etwa Würde, Sport, Fasching,
Gefangenschaft, Arbeit, Hitze, Kälte, Kampf, Tradition usf. für die Kleidung
ausschlaggebend sein, doch hier beschränken wir uns auf den informativen
Wert der Kleidung und im Detail für die Verschleierung. Das Bedecken bzw.
Verschleiern
gewisser Körperteile, also das Unsichtbarmachen, ist eine Unterdrückung der
Sicht damit gewisse Wirkungen auf die Seele unterdrückt bzw. abgeschwächt
werden. So wie
ein Hemd gegen den Insektenstich vermeiden hilft und ein Hut gegen den Sonnenstich
wirkt, so vermindert der Schleier die sie die unvermeidlich lüsternen Blicke
der Männer. Also nicht die Frau wird durch den Schleier unterdrückt, sondern
die Blicke der Männer. Durch diese Verschleierung wird die Ablenkung am Weg
zu Allah
Immer wieder taucht in den Medien die Frage auf, ob jede Frau ein Kopftuch
tragen muss; man könnte genau so gut fragen, ob jeder Autofahrer aufpassen
muss, wenn er einen Unfall zu vermeiden wünscht. Es wird dann auch noch
geantwortet, dass die Verschleierung Teil der islamischen Religion sei, aber
eben nur ein kleiner, womit solche Islamexperten deklarieren, dass sie nicht
wissen worum es geht, dass sie sich eben nicht auf der anderen Reise
befinden oder ungläubig sind und meinen auch häufig, das das
Selbstbestimmungsrecht der Frau wichtig ist und dies auch in Fragen des
Kopftuches gilt, womit zum Ausdruck gebracht wird, es handle sich um eine
Privatsache, also eine Idiotie (grch.
idiótes: „Privatperson“). Diese Denkweise ist
Islamfremd und ein Produkt des Säkularismus. Es ist keine Privatsache,
sondern ganz besonders eine allgemeine Pflicht, dass die Frau in der
Öffentlichkeit verschleiert ist, denn der Muslim hat ein Recht darauf, in
seinen Interessen, also auf der Reise zu Allah
Nun ist es verständlich, dass Ungläubige die Verschleierung ablehnen, und
den Menschen als zu einem biologischen Zufallsprodukt reduzieren, Islam als
(alte) Kultur) definieren und ihre Gesetze keinesfalls zum Schutz der
Interessen des Gläubigen, dessen Existenzsinn der Weg zu Allah
Wie wichtig wird hingegen von Ungläubigen die
rituelle Faschingsbekleidung, also die Identitätsverschleierung jährlich
genommen! Als aber einmal beim Mainzer Karneval ein Mann in eine SS-Outfit
anlegte und im Stechschritt marschierte, da wurde er niedergeschlagen und
verhaftet. Der Gefangene bekommt dann sein Gewand, seinen Judenstern, damit er durch
diese Verschleierung als Gefangener erkannt wird und der rote Lippenstift
verdeckt die blasse
Lippe damit die Attraktivität steigt. Mit einer Verschleierung wird also jeweils versucht,
gewisse Sensationen zu unterbinden oder zu verstärken um dadurch andere
Lebensbereiche zu entstören oder zu begünstigen. Wenn der Gefangene sein
gestreiftes Gewand auf der Flucht ablegt, so ist er schwerer zu erkennen und
das begünstigt seine Flucht und wenn die Gläubige Frau ihren Schleier in der
Öffentlichkeit ablegt, dann symbolisiert sie, dass sie nicht den Weg zu
Allah
Für die Mukhlsiin, dass sind die Ehrlichen unter den Muslimen, ist Die Verschleierung der Frau von großer Bedeutung, denn sie dient der Erhaltung der Hhaiaa' حَيَاء der Scham), von Mann und Frau und die ist eine der wertvollsten
Stützen am Weg zu
Das bedeutet aber nicht, dass die Angelegenheit nur bei der Frau läge! keineswegs:
Die
innere Realität, also die Scham, die ist das wichtige, während die äußere
Verschleierung allein, vor Allah
Also wie kann unter diesen Umständen die Scham als Wert erkannt werden und folglich die Verschleierung? Und wie können Muslime von Ungläubigen ernst genommen werden, wenn sie Islam auf ein paar festliche Ereignisse und säkulares Geschwätz reduziert haben und ihre demokratisch gewählten Vertreter damit beschäftigt sind, den Islam nach Wünschen der öffentlichen Meinungen darzuistellen: "Wir empfehlen die Verschleierung der Frau nicht, sind aber dagegen diese zu verbieten, denn das wäre kontraproduktiv".
Als Kind holte ich immer wieder ein dickes, großes altes Buch, ich denke es wurde im 17. Jahrhundert mit weißem Pergament gebunden, aus der elterlichen Bücherstellage. Das Buch enthielt vielleicht hundert Holzschnitte und auf jedem Blatt war ein eine landesübliche Bekleidungen dargestellt: Ritter, Mohren, Indianer usf., doch das was mich wirklich beeindruckte, das waren die verschleierten Frauen. Oft nahm ich das Buch und sah mit die Bilder an doch niemand erklärte mir den Sinn der Verschleierungen, es sei denn als Verweis auf ferne Länder, wo das eben so Sitte sei; das nichts sagende Wort "Kultur", kannte ich als Kinder ohnehin noch nicht. Heute gibt es bereits Verschleierungsverbote in europäischen Ländern, argumentiert; also wie anfangs erwähnt, ähnlich intelligent, als würde man Verkehrsregeln auf der Strasse verbieten.
Die Unterdrückung der Frau mit dem Schleier, ratschen Medien und amtliche Islamvertreter: "Es handelt sich um die arabische Kultur; es steht ja nicht so im Qur'aan; wir empfehlen die Verschleierung ja nicht; man sollte die Verschleierung aber auch nicht verbieten, denn das wäre ja kontraproduktiv; der Mann darf die Frau dazu nicht zwingen; es darf keine Unterdrückung geben und jede Frau muss selbst entscheiden, ob sie sich nun verschleiert oder eben nicht, das Kopftuch ist kein Symbol usf.." , also sagen eigentlich immer das Gegenteil von dem was wahr ist.
Für Ungläubige ist die Verschleierung eine Unterdrückung, denn der vom
ihr vermeinte Sinn des Lebens wird durch den Schleier vermindert; wozu sollten
sie denn die erotischen Blicke und deren Auswirkungen unterdrücken, wenn sie
nicht an den Weg zu
Allah
Sicherlich ist die Verschleierung eine Unterdrückung für diejenigen Frauen, welche mit ihrer Haartracht in der Öffentlichkeit sexuelle Reize aussenden wollen. Es ist seltsam, dass sich Muslime ständig auf unsinnig Diskussionen einlassen, wie etwa ob eine Verschleierung ein Symbol sei oder nicht. Das Kopftuch ist eindeutig ein Symbol für Scham, während Entblößung ein Symbol für Schamlosigkeit ist. Ungeachtet dessen, ist vielen Europäern bereits in ihrer Kindheit, die notwendige Sensibilität in diesen Belangen zerstört worden und sie können daher den Sinn einer Verschleierung nicht mehr richtig empfinden. Aber sollten deshalb Muslime ihre Empfindungen abschalten oder gar ein Desensibilisierungstraining zur besseren Integration absolvieren.
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