Vereinigungen
von Muhammad Abu Bakr Müller
Umgangssprachlich werden Vereinslokale mit ihren
angeschlossenen Räumlichkeiten oft
Moscheen (arabisch: Masdschid, türkisch: Dschami)
genannt, da sie vor allem für die gemeinsame Durchführung des
ßalaah
(Hauptaktion)
gemietet oder gekauft wurden, obwohl es Islam-rechtlich gesehen
keine Moscheen sind. Diese Vereinigungen leisten einen wichtigen
Beitrag zur Entwicklung des Islam in Europa und sind für muslimische
Immigranten meist die einzig legale Möglichkeit, sich
zu Salaatu-l-Dschumâ (Gemeinschaftsgebet) am Freitag
versammeln zu können. Darüber hinaus bilden sie einen wichtigen
sozialen Beitrag als Ort für unterschiedliche Anlässe und als ethnische
Treffpunkte.
Fast alle islamischen Vereinigungen in
Österreich werden wohl noch über Generationen durch nationale, bzw. kulturelle
Zugehörigkeiten geprägt bleiben und österreichische Muslime,
werden dort Ausländer sein. Viele der
eingewanderte Muslime neigen dazu, die
Kufaar (Ungläubigen) nachzuahmen und solange dies so
bleibt, müssen Mitglieder von Vereinigungen
nicht nur von sich selbst, sondern auch von "Einheimischen" als
Ausländer empfunden werden, so Einheimische dies nicht machen. Ist das nicht paradox?
Ist das nicht genau
umgekehrt? Nein, denn integriert kann nur das Echte werden und zu
Recht lehnen Ungläubige die Nachahmungen ihrer selbst insgeheim ab, obwohl sie
dies gleichzeitig fordern. Stellen Sie sich vor, sie bekommen etwas
angeboten was
ihnen bereits gehört. Diejenigen aber, welche Nicht nachahmen, werden
zu unrecht als "nicht integriert" bezeichnet, obwohl sie es sind,
welche die Integration der Muslime in Österreich eigentlich
vorantreiben.
Der Islam wurde bei vielen Immigranten bereits in den Heimatländern als säkulares
Gebilde gedrillt, wie am Beispiel der "Islamische
Glaubensgemeinschaft" erkennbar ist und so wird noch viel
Wasser die Donau hinunter fließen, bis muslimische Immigranten als
österreichische Muslime empfunden
werden können. Unter anderem kann das nur möglich werden, wenn
sie nur mehr Deutsch als Heimatsprache empfinden und nicht
erwägen, sich nach ihrem Tod ins Heimatland zurtückfliegen zu lassen. Es ist ein
natürlicher Zustand, dass das Herz und Hirn muslimischer Immigranten
in ihren Heimatländern verbleibt und daran kann sich trotz
aller perverser Integrationsmodelle und dem Erlernen der
deutschen Sprache unmittelbar kaum etwas ändern, denn auch die
Folgegenerationen erben die Einwanderungsabsicht ihrer
Vorfahren.
Solange Muslime nicht ein Leben nach der Sunnah im
Berufsalltag anstreben und dies auch Ungläubigen deutlich vermitteln, also
die gelebte Botschaft des Islam im Alltag darstellen, gibt es
nichts zu integrieren. Vielmehr sind nur diejenigen Muslim integriert,
welche
z.B. ihre Arbeitszeit für das Ritualgebet unterbrechen ohne ihren "Chef"
zu
fragen, ob sie denn dies dürften usf.. Sowohl Ungläubige als auch Muslime verwechseln
standardmäßig
Integration
mit
Assimilation
und es ist daher für Muslime angebracht zu überlegen, warum denn frühere Gelehrte
den Aufenthalt von Muslimen
in
Daaru-l-kufr als
hharaam (untersagt) bezeichneten oder zumindest sehr kritisch betrachteten.
Für europäisch-stämmige Muslime, also meist Konvertiten
oder ihre Nachkommen, ist das Mitfahren im Assimilationszug der
Immigranten aber nicht
nur uninteressant, sondern de facto unmöglich, denn mit dem Bekenntnis zum
Islam steigt man in den Zug in die Gegenrichtung ein;
"assimiliert" (integriert) ist man ja ohnehin schon gewesen.
Muslim zu sein bedeutet, eine alle Angelegenheiten
durchdringende Lebensweise zu haben, welche mit der Lebensweise Ungläubiger
zwar
Schnittstellen aufweist, doch der Wert dieser Schnittstellen
ohne gemeinsame Kultur (wie z.B. in Makkah vor über 14000
Jahren) nicht immer und vor allem nicht von jedem, genutzt werden
kann. Zusätzlich wird Nationalität, Kultur und Religion (Diin)
irrtümlich gleichgesetzt und folglich betreiben dann
Muslime ihre Moscheen als "Kulturvereine".
Solange sich amtliche Islam-Vertreter von der
Sunnah (Lebensweise des Propheten
Muhammads
wahrnehmbar distanzieren um für Ungläubige als
integriert zu gelten, Gipfelkreuze und Kebab
mit Islam assoziieren, solange können Muslime für Ungläubige
nicht als integriert gelten.
Wie auch immer, ich persönlich hoffe, dass anstelle von
Moscheen, welche durch Kulturvereine geprägt sind, solche mit hohen Minaretten und Gebetsrufen
die kulturelle Landschaft
Österreichs bzw. Europa selbstverständlich errichtet werden können; sei dies
nun im afrikanischen, indonesischen oder Jugend- Stil usf., denn
Allah
lässt durchaus Verwirrtheit und Feindseligkeiten unter den
Menschen für seine Pläne walten - und niemand kann Seine Pläne durchschauen.
450
Die
Integrationsfalle Wenn ein Muslim integriert ist,
hat er den
Islam verlassen ..... zumindest nach dem aktuellen Sprachgebrauch; aber
schön der Reihe nach. ... Integration von Einwanderern aus muslimischen
Gebieten und deren Nachkommen findet natürlich auf mehreren Ebenen statt,
doch ist mit dem Überschreiten einer Landesgrenze seitens des grundsätzlich vollzogen. Sobald
jemand in ein Gebiet kommt, sei er Wilder, Filmstar, Verfolgter, Krimineller, Geschäftsmann,
Wissenschaftler, Prediger usf., in jedem Fall
ist er damit zumindest physisch integriert, auch wenn er die lokale
Sprache nicht versteht und ein andere Hautfarbe hat und Obdachlos ist.
Fremdes stört Einheimische.
Von
Muhammad Abu Bakr Müller - Sha'baan 1432 (2011)
406
Die
virtuelle Kirche
Islamische Glaubnesgemeinschaft in
Österreich IGGiÖ Die IGGiÖ ist eine
Kirche
(amtlich Körperschaft) die gebraucht wird, damit Islam (Religion) von Politik getrennt werden
kann, denn der Islam kann in Realität von Politik so wenig
getrennt werden wie die Luft von der Lunge. Diese virtuelle Kirche wähnt sich einerseits als
offizielle Vertretung
aller
gezählten Muslime Österreichs
und wird aber andrerseits von der
Bundesregierung als Instrument zur Veränderung des
Islam benutzt.
Die IGGiÖ
organisiert
den islamischen Religionsunterricht mit großem Einsatz an
öffentlichen Schulen, deren ReligionslehrerInnen durch Solidarabgaben
diese Organisation finanziren müssen. Eine Kirchensteuer steht der
IGGiÖ zwar gesetzlich zu, aber diese ist für Musliem nicht erlaubt.
..... Muhammad Abu Bakr Müller
344 Islam in Österreich Dieser Bericht führt deutlich
vor Augen, dass es sich bei "Islam in Österreich" vorläufig um ein
Immigrationsproblem handelt und nur sehr sekundär
um den "Islam als Botschaft an die Nichtmuslime
Österreichs" oder gar als
Din
(Lebensweise); das wird verständlicher wenn man
bedenkt, dass fast alle Immigranten aus muslimischen
Gebieten, entweder der
Wirtschaft wegen oder um ein Islamfremdes Leben zu
führen, nach Österreich kamen und es stellt sich die
Frage, ob sie nicht allein deshalb
unfähig wurden, den Islam auch nur ansatzmäßig
vorzuleben; vorgelebt werden allerdings Kulturrelikte aus den Heimatländern.
...... .....
301
Die Anerkennung des Islam in Österreich .... Islamische
Organisationen entstanden in
Österreich durch die Immigration von Gastarbeitern. Die Situation der
Muslime in Österreich ist in Europa insofern einzigartig, als die
Islamische Glaubensgemeinschaft den Status einer Körperschaft
öffentlichen Rechts genießt: basierend auf dem «Anerkennungsgesetz» von
1874 und dem «Islamgesetz» von 1912. ...
300
Die Entmündigung der Muslime, oder Muslime, welche beim
österreichschen Bundesheer ihre Gebete "legal" verrichten wollen, müssen
sich vorher als „praktizierende Muslim“ bzw. "strenggläubige Muslime"
zertifizieren lassen. ... von Muhhammad Müller
299
Politisch verordnetes Priesteramt? Am 8. April ging in
Wien die „Konferenz Europäischer Imame und SeelsorgerInnen“ zu Ende.
Ganz anders als in Deutschland üblich, war dies ein repräsentativer Akt,
an dem die Spitzen Österreichs teilnahmen. Da verwundert es nicht, dass
manche hierzulande neidisch auf die kleine Alpenrepublik schielen, die
dem großen Nachbarn vorzumachen scheint, wie man auch mit seinen
Muslimen - nämlich als anerkannte Religionsgemeinschaft - umgehen könnte.
Gedanken zur Rolle der Imame - von Sulaiman Wilms
298
Europäische Imaamkonzerenz. Wenn Muslimen in Europa
etwas genehmigt wird, muss dafür meist etwas vom Islam verkauft werden;
dieser Abverkauf wurde wieder einmal mediamysthisch durch glattrasierte
Profiimame, häufig mit kurzfristig aufgesetzten plastikisolierten
Turbanen, legitimiert; die Krawatten sind aber echt und die Imame sollen
langsam zu Priestern (Seelsorgern) instrumentalisiert werden. Ich denke
es fällt ihnen selbst nicht mehr auf; fake makes fat. Wer der Sunnah zu
folgen versucht, der muss sich heute schon mehr vor "Muslimen" als vor
Nichtmuslimen rechtfertigen; genauere Erklärungen möglich, doch für wen?
Muhhammad Müller
264
Islamische Charta.de Diese "Islamische Charta"
entnommen von: www.Islam.de, und ist als Beispiel für das Integrations-
bzw. Anpassungssyndrom angeführt und keineswegs weil ihr Zustimmung
erteilt werden soll, auch wenn darin viel Richtiges vorkommt; sie ist
auch kein Text, den "die Muslime (Deutschlands?)" verfasst hätten oder
allgemein vertreten würden und es können hier mit wenigen Ausnahmen, nur
Einwanderer aus muslimischen Gebieten gemeint sein. .....
262
Schlussverfassung der Imamekonferenz Als Beispiel für
das Integrations- bzw. Anpassungssyndrom sei die "Schlussverfassung der
Imam-Konferenz" wiedergegeben; natürlich ist das kein Text welchen "die
Imame" verfasst haben, sondern vielmehr zur "Unterschrift" geladen
wurden und mit Muslimen können hier nur Einwanderer aus muslimischen
Gebieten gemeint sein.
214
Kritische Anmerkungen zu “Islamische CHARTA“
........ Eine deutsche Vereinigung (ZMD
Zentralrat der Muslime in
Deutschland) hat eine "Islamische Charta" in verschiedenen
Medien bekannt werden lassen. Diese Charta ist allerdings nicht nur
irreführend, sondern dem Islam widersprechend und derart verfasst, dass
der Eindruck entsteht, als handle es sich um Ansichten der Gläubigen.
Ahmad v.Denffer (AL-Islam / Zeitschrift von Muslimen in Deutschland Nr.
2/2002) hat einige kritische Anmerkungen zu dieser “islamischen CHARTA“
verfasst. Die "Islamische
Glaubensgemeinschaft in Österreich", bewegt sich im Schatten
ihrer
kufaarischen
(nichtmuslimischen) Anerkennung als Religionsgemeinschaft mit
leider ähnlich säkularen Ansichten wie es die erwähnte Charta
verdeutlicht.
033 Selbstdarstellung
der IGGiÖ / Interview mit Anas Schakfeh seit
1421/2000 Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich
022 Dienstvertrag für muslimische
ReligionslehrerInnen
Dieser Dienstvertrag wird mit heutigem Datum zwischen der islamischen
Glaubensgemeinschaft in Österreich, in der Folge IGGiÖ genannt, als
erste Partei und......
019
Anmerkungen zu den Körperschaftsrechten aus Islamischer Sicht von
Dr. Ayyub A.Köhler /Deutschland /1997 ( ...Beispiel Deutschland, wo es
Bestrebungen zur Erlangung des Körperschaftsrechtes gibt)
Religionsunterricht an
öffentlichen Schulen
......