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DIE NIEDERSCHRIFT DES HEILIGEN QUR’ĀN
Auszug aus dem Buch Die wahre Religion und das Göttliche Buch von Ahmet Tomor, ins Deutsche übersetzt von Abd al-Ha(dh Wentzel. Das Buch kann kostenlos bestellt werden unter: info@tomorhoca.com. Quelle: http://www.naqshbandi.de/DIE_NIEDERSCHRIFT_DES_HEILIGEN_QURAN.pdf
Muhhammad, der letzte Prophet Allahs
Da der Qur’ān das letzte göttliche Buch ist, sollte es nicht
verwundern, daß sich seine Eigenschaften von denen früherer Bücher
unterscheiden. Eine dieser speziellen Eigenschaften besteht darin,
daß der Qur’ān unter dem besonderen Schutz Allahs
"Wahrlich, Wir haben die Ermahnung offenbart und wahrlich, Wir werden ihr Hüter sein!" (Qur’ān, 15:9)
Weil der Qur’ān unter göttlichem Schutz steht, wird er nicht verfälscht werden, keines seiner Worte wird verändert werden, und er wird bis zum Jüngsten Tage in der Sprache, in der er dem Propheten Muhhammad – Segen und Friede seien auf ihm – offenbart wurde, in seiner ursprünglichen Form fortbestehen und Gültigkeit besitzen.
Die Feindseligkeiten gegen den Qur’ān, die schon mit Abū Jahl (‘Amr Abū al-Hakam, genannt Abū Jahl [Vater der Unwissenheit], war ein Stammesführer der Quraysch und ein erbitterter Feind des Islam.) ihren Anfang nahmen, haben sich zu manchen Zeiten bis hin zu Staatsterror ausgeweitet. Dennoch war niemand in der Lage, auch nur ein Wort des Qur’ān zu ändern, wie wir nachfolgend aufzeigen werden. Während die Feinde des Qur’ān unter der Erde verwesen, steht der Qur’ān kerzengerade da, wie vor über 1400 Jahren.
Eine weitere Eigenart des Qur’ān besteht darin, daß dieser – im
Gegensatz zu früheren göttlichen Büchern, die ihren Verkündern in
einem Stück o%enbart wurden – dem Propheten über einen Zeitraum von
dreiundzwanzig Jahren verteilt, in Einzelteilen, das heißt, in Form
von kurzen Suren sowie einzelnen Versen [āya], o%enbart wurde. Diese
Offenbarungen ließ der Prophet Muhhammad – Segen und Friede seien auf
ihm – innerhalb kurzer Zeit von den Schreibern der Offenbarung
festhalten, während er sie denen, die um ihn waren, Vers für Vers,
Wort für Wort, vortrug, wobei er im Allgemeinen
Diejenigen, welche die neu offenbarten Verse vom Propheten gehört
hatten, verbreiteten das, was sie soeben gelernt hatten, weiter und
überbrachten denen, die nicht dabei gewesen waren, die Botschaft.
Die des Lesens und Schreibens Kundigen unter ihnen lernten die neu
offenbarten Verse von ihren Niederschriften auswendig, während die
Analphabeten sie durch Zuhören lernten. Die Offenbarung des Qur’ān
in kurzen Abschnitten wie Versen und Suren über einen langen
Zeitraum von dreiundzwanzig Jahren stellte sicher, daß jeder Vers
niedergeschrieben, auswendig gelernt, verstanden und im täglichen
Leben praktisch angewandt wurde. Auf diese Weise wurde das Leben der
Muslime Schritt für Schritt der Botschaft
Auch ein Vergessen der Verse des Qur’ān war unmöglich, da diese durch Rezitation während der fünf täglichen Gebete ständig wiederholt wurden. So wurde der Qur’ān zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens der Muslime. Alle Bereiche ihres individuellen und gesellschaftlichen Lebens, selbst die Art und Weise wie sie aßen, tranken, heirateten und ihre Erbschaftsangelegenheiten regelten, richteten sich nach dem Qur’ān. Sogar die Kinder, die auf der Straße spielten, ermahnten ihre Spielkameraden, wenn diese ungezogen waren, mit den Versen des Qur’ān.
Nachdem er von der Pilgerfahrt zurückgekehrt war, erkrankte unser geliebter Prophet – auf ihm seien Segen und Friede – und im Monat Rabi‘ al-Awwal des folgenden Jahres ging er hinüber in die jenseitige Welt.
Nachdem der letzte Prophet diese vergängliche Welt verlassen hatte
und in die jenseitige Welt eingegangen war, endete das Zeitalter des
Prophetentums auf dieser Erde und das Zeitalter der
Prophetengefährten und ihrer Nachfolger brach an. Ihre Aufgabe
bestand darin, das Islamische Staatswesen zu erhalten und den
kommenden Generationen die Botschaft des Qur’ān und der
Sunna (Mit
Sunna bezeichnet man das beispielhafte Verhalten des Propheten
Muhhammad – Allah
In jener Zeit wurde der gesamte Qur’ān, dessen Offenbarung kurz vor dem Tod des Propheten Muhhammad – Segen und Friede seien auf ihm – vollendet war, in Form eines Buches zusammengefaßt.
Als während des Kalifats des Abū Bakr – möge Allah
‘Umar suchte den Kalifen Abū Bakr – möge Allah
Der ehrwürdige Abū Bakr teilte ‘Umars Sorge. Auch er hielt es für zu
riskant, diese Aufgabe späteren Generationen zu überlassen. Auch
fürchtete er, als der für die Gemeinschaft Verantwortliche von Allah
Wer war Zayd ibn Thābit?
Zayd ibn Thābit war einer derer, die den gesamten Qur’ān am besten auswendig kannten und zählte zu den vom Propheten selbst beauftragten Schreibern der Offenbarung. Er gehörte zu den Helfern [ansār], jenen Bewohnern von Medina, die einst dem Propheten mit ihrem Treueeid ihre Unterstützung zugesagt hatten. Zayd war, bereits vor der Auswanderung [hijra] des Propheten, im Alter von elf Jahren auf Einladung von Mus‘ab ibn ‘Umayr zum Islam gekommen. Danach war er stets an Mus‘abs Seite geblieben, hatte die Verse des Qur’ān, die er von ihm hörte, auswendig gelernt und diese anschließend die Kinder von Medina gelehrt.
Nach der Hijra wurde Zayd, da er eine sehr schöne Handschrift hatte,
zum Schreiber des Propheten – Allahs
Die Kommission
Die von Zayd ibn Thābit geleitete Kommission nahm ihre Tätigkeit entsprechend den Direktiven des Kalifen auf. Diese besagten:
1. Die Arbeit der Kommission soll öffentlich sein und jedem, der ihrer Tätigkeit beizuwohnen wünscht, soll dazu Gelegenheit gegeben werden.
2. Kein Qur’ānvers, den nur eine Person auswendig weiß, soll niedergeschrieben werden, ohne daß er schriftlich belegt wäre.
3. Nicht jede Niederschrift eines Verses soll akzeptiert werden, sondern nur die Niederschrift, für die es mindestens zwei Zeugen gibt, die bestätigen, daß dieser Vers vom Propheten in ihrer Gegenwart zur Niederschrift diktiert wurde. Darüber hinaus müssen die Verse von jenen, die den Qur’ān auswendig kennen, bestätigt werden.
4. Die Suren sollen in der vom Propheten übermittelten Reihenfolge und nicht entsprechend der zeitlichen Abfolge ihrer Offenbarung niedergeschrieben werden.
Nach langer und minutiöser Arbeit beendete die Kommission ihre spirituell höchst verantwortungsvolle Tätigkeit und die Kompilation des Qur’ān, des letzten Göttlichen Buches, war abgeschlossen. Die Seiten wurden gebunden und den Prophetengefährten zur Prüfung vorgelegt. Nachdem es wieder und wieder gelesen, geprüft und schließlich einstimmig von Tausenden von Prophetengefährten bestätigt worden war, wurde dieses Buch als ‘Urschrift des Qur’ān’ [umm al-mushaf] akzeptiert und von Abū Bakr in seiner Eigenschaft als Kalif in Empfang genommen und verwahrt.
Die Zeit der Herrschaft des dritten Kalifen ‘Uthmān ibn ‘Affān –
möge Allah
Daraufhin berief ‘Uthmān erneut eine Kommission unter Leitung von
Zayd ibn Thābit – möge Allah
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