|
00191 |
|
Liga_Kultur : unser Kandidat Muhhammad Abu Bakr Mueller Shawwal 1423 / Dezember 2002
Für Säkularisten ist das Vermischen von Religion/Kirche und Politik
unzulässig. Religionen werden von Säkularisten als kulturelle Angelegenheit
behandelt; zumindest wird das offiziell so darggestellt. Aus der Sicht des Muslims ist
Religion und Politik untrennbar, allein schon deshalb, weil Islam keine Kirche*
ist, welche von Regierungsgeschäften getrennt
werden könnte. Wenn sich
also ein Muslim (ob Hilfsarbeiter, König, Bäcker oder Staatspräsident) um Angelegenheiten kümmert, so sind
sie für ihn immer religiöse Angelegenheiten, welche auch Politik genannt werden
können. Die Politik eines Muslims gründet sich auf der Offenbarung
und der Lebensweise Muhammads (der Friede und Segen Allahs Vielen Muslimen ist der Unterschied zwischen Kultur und Religion nie bewusst geworden, und folglich betrachten sie Islam als eine Kultur neben anderen Kulturen; auf dieser Ebene des versteckten, aus den Islam hinausführenden Widerspruchs, ist dann möglich, was für Muslime nicht erlaubt ist, ohne es aber als solches zu erkennen oder zu empfinden. Für Nichtmuslime ist so etwas selbstverständlich, denn ihre Glaubenselemente (z.B. aus der österreichischen Staatsverfassung) sind Glaubenslehren, welche die Gesetze andere Religionen verständlicherweise außer Kraft erklären; sicherlich sagen Nichtmuslime, dass z.B. die Verfassung keine Glaubenslehre ist, sondern Resultat eines demokratischen Prozesses, doch auch darin liegt ein Bestandteil ihres "Glaubens", ihrer Religion. Es ist nicht notwendig, dass sich eine Glaubenslehre als Religion deklariert oder nicht; sie kann konstruiert sein und sagen, nichts mit Religion zu tun zu haben; es ist als ob jemand ein Auto "Telefon" nennen würde. Die heutige "christliche" Definition von Religion stimmt allerdings nicht mit dem arabischen Begriff "din" überein, welcher für Islam zutrifft: Während aus christlicher Sicht Religion und Kultur fast beliebig austauschbare Begriffe geworden sind (nicht waren), verstehen zumindest noch einige Muslime, dass Islam eigentlich kulturlos ist, doch zwangsläufig immer Kulturen geprägt hat, bzw. als Kultur erlebt werden muss. Die Mehrheit der Muslime kann nur verschwommen erkennen, dass Begriffe wie: Säkularismus, Faschismus, Feminismus, Sozialismus, Rassismus, usw. die Funktionen von Götzen übernommen haben, denen sie sich (vor allem als eingewanderte Muslime) formal zu unterwerfen haben, oder es gibt keine Aufenthaltsgenehmigung. Die Absicht des Einwanderns oder des Einwanderns der Eltern war Wohlstand und da gibt es dann schnell Kompromisse die oft geistig fatalen Folgen haben, etwa "unser Kandidat". Dass der Islam meist mit Kultur gleichgesetzt wird, braucht einem aber nicht zu verwundern, da es ja die eingewanderten Muslime selbst sind, welche sich als als Kulturvereinigungen deklarieren und damit diesen Irrtum eindeutig manifestieren. Muslime dürfen Kufr niemals bestätigen, auch wenn sie dadurch Gutes für die muslimische Gemeinschaft zu erwirken hoffen oder tatsächlich erwirken. Der Kandidat einer Kufr-Partei "unterschreibt" indirekt, dass "Islam eine Kultur ist und von ihm nur mehr als Kultur (oder ethnische Gruppierung) anerkannt werden darf und dass Säkularismus richtig und anstrebenswert ist; andernfalls gibt es keine Kandidatur. Das bedeutet: Der Muslim darf seine Religion als Privatangelegenheit ausüben, soweit sie nicht dem Demokratismus (der heutigen Staatsreligion) widerspricht. Wer immer ein Bekenntnis unterschreibt (also z.B. das Bekenntnis der sozialistischen Partei), der bezeugt, dass gesamte Bekenntnis des Sozialismus als richtig, auch wenn das nicht seine Absicht sein mag oder positive Einstellungen zu gewissen Angelegenheiten der Muslime darin vorkommen mögen und sich auch kaum jemand Daarum je kümmern wird, wo doch der schnelle Wohlstand dadurch näher zu kommen scheint. Wer Muslim ist, der bezeugt den gesamten Islam und nicht nur die Teile, welche ihm genehm erscheinen. Das alles hat nichts damit zu tun, dass Muslime in konkreten Angelegenheiten mit einer Kufr-Partei zusammenzuarbeiten können; kandidieren für die Partei st aber untersagt (hharaam). Ich empfehle darüber nachzudenken, dass vor über 1400 Jahren, ein mit tönernen Götzen dekorierter Säkularismus in Mekka blühte. Als dann der Islam neuerdings verkündet wurde, dachten die Mekkaner nicht an Einflüsse einer Ausländerkultur, wie das heute in Europa der Fall ist, sondern an eine konkrete geistig/soziale Auseinandersetzung, welche manchmal quer durchs das Ehebett verlief. Es ist zu hoffen, dass "der Kandidat der Liga_Kultur" und seine Wähler einiges übersehen haben; oder etwa doch nicht ? Christen und Juden lassen Muslime solange nicht in Ruhe, bis sie so werden wie sie selbst. Muslime werden durch ein Loch kriechen um den Kufaar zu folgen. Es ist vielleicht besser eine muslimische Partei zu gründen, sofern deshalb nicht die heutigen Kufr-Symbolen dazu nötig sind; ist das aber nicht möglich ist, ist es besser erst gar nicht damit anfangen.
*....der Begriff Kirche, so wie er heute in der österreichischen Verfassung und auf der Strasse verwendet wird, ist von der Struktur her röm. katholisch und von dieser Kirchenstruktur unmöglich zu trennen; die Anwendung des Begriffes "Kirche" ist in Bezug zum Islam absurd, auch wenn manche Menschen diesen Begriff abstrahiert sehen wollen. Kirche ist mit dem Beruf des Priesters oder Seelsorgers direkt verbunden, wobei es jeweils Ernennungen und Abberufungen geben muss. Die Frage ist auch, wie wird eine Kirche finanziert bzw. durch wen kausal-rechtlich bemächtigt. Wenn Muslime Ihre Autorität durch Stützung der Kufaar haben, dann ist das eine Autorität der Kufaar und nicht der Muslime. * ......die "Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich" tritt laut Statuten als Kirche mit Seelsorgern auf; wenngleich es für diesen Preis islamischen Religionsunterricht und andere Einrichtungen auf Staatskosten gibt. So eine Konstruktion ist im Sinne der Schari^ah vollkommen unzulässig (siehe aqidah), auch wenn es oberflächlich/kulturell betrachtet, als vorteilhaft erscheinen mag. ** .....diese "neue Religion" oder Religionsmischung nenne ich "Demokartismus" was nicht mit Demokratie verwechselt werden sollte. Demokratismus hatt mit dem heutigen Christentum, Judentum, Hinduismus usw. mehrschichtige Schnittstellen, da sich die jeweiligen Priesetr bzw. Funktionäre im Mantel des "Säkularismus und Kulturismus" zu jeweiligen Religionen bekennen; der Mantel ist gleich; Details sind teilweise anders. Fast alle Religionen haben sich bereits dem Demokratismus unterworfen und sie unterscheiden sich eben nur mehr in ihren säkularisierten Riten bzw Interfaces (kulturelle Oberflächen, Folklore). Auch im Namen des Islam treten immer mehr "Führer" auf, welche sich dem Demokratismus unterworfen haben; insofern ist z.B. kein Unterschied zwischen Busch und Saddam. In Tageszeitungen ist über individuelle Religionen zu lesen, welche sich aus diversen "Kulturen und Religionen" zusammensetzen: "Spiritualität Ja, Kirche Nein" ist als Trend angesagt......doch bleibt alles im Rahmen des Demokratismus, die Religion, in deren Namen heute die meisten Religions-Kriege mit den meisten Toten geführt werden. Nochmals:......Demokratismus darf aber nicht mit dem Instrument: "Entscheidungsfindung durch Einbeziehen von Meinungen" verwechselt werden. Sobald einer Mehrheit das Recht zugedacht wird, zwischen "Richtig" und "Falsch" in Angelegenheiten der Offenbarung zu entscheiden, handelt es sich um "Demokratismus", da die Methode (das Werkzeug) zum Inhalt erhoben wurde; das Werkzeug wird angebetet und das ist der versteckte Schirk. Wer nicht zwischen Kultur und Religion unterscheiden kann oder dies nicht will, der kann oder will auch nicht zwischen Meinungsfindung und Demokratismus unterscheiden. Wenn ein Muslim die Schari^ah offenkundig oder versteckt als ungültig oder überholt erklärt, indem er z.B. den Säkularismus, Liberalismus, usw. als für Muslime richtig oder anstrebenswert anerkennt, entfernt er sich dadurch vom Islam.
|