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Über das Gedenken an den Geburtstag des Propheten- Allah segne ihn und schenke ihm Frieden - von Abd al-Hafidh Wentzel
Der
Tag, an dem Allah
der Erhabene Seinen Liebling in diese Welt geschickt hat ist
sicherlich für all diejenigen, die an ihn glauben ein Tag der Freude. Kein
Besserer oder Vollkommener als er wurde jemals erschaffen. Er ist es, der als
Barmherzigkeit für alle Welten gesandt wurde, als Rufer zu Allah
Wer könnte
auf die Idee kommen, das Gedenken an das freudige Ereignis der Geburt des
Siegels der Propheten –Allah
segne ihn und schenke ihm Frieden - , eine
Versammlung aus Liebe und Ehrerbietung für ihn, mit Qur’anrezitation,
Berichten über die Lebensgeschichte des Gesandten Allahs Imam
as-Suyutî sagte: „Der Geburt des Propheten – auf dem Allahs Segen und
Friede seien – zu gedenken, was im Grunde darin besteht, Leute zusammen zu
bringen, Teile des Qur’an zu rezitieren, Geschichten über die Geburt des
Propheten und die damit verbundenen Zeichen zu erzählen, dann Essen zu
verteilen und danach auseinander zu gehen, ist eine gute Neuerung. Derjenige,
der sie praktiziert, wird dafür belohnt, denn sie ist ein Zeichen der
Ehrerbietung für die Stellung des Propheten und Ausdruck der Freude über seine
Geburt – Allah
segne ihn und schenke ihm Frieden.“[4]
Und Ibn Taymiyya sagte: „Und ebenso was manche Leute eingeführt haben, ähnlich
den Christen, die die Geburt ´Isas feiern, oder aus Liebe für den Propheten
und um ihm Ehre zu erweisen, möge Allah
Für
diese großen Gelehrten der Muslime war die Feier des Maulid
offensichtlich eine Selbstverständlichkeit und keine verabscheuungswürdige
Neuerung. Ibn Kathir verfasste schließlich selbst einen aus Hadîthen,
Bittgebeten und Segenswünschen auf den Propheten – Allah
segne ihn und
schenke ihm Frieden – bestehenden Maulid-Text.[8]
Ebenso empfahl der berühmte Meister der Hadîth-Wissenschaften Ibn Hajar al-Haytami
den Maulid zu begehen, wobei er ihn mit dem Aschura-Tag verglich, den der
Prophet - Allah
segne ihn und schenke ihm Frieden - zu einem Fasten- und
Feiertag gemacht hatte, als er hörte, dass die Juden ihn als Tag der Errettung
aus der Gefangenschaft des Pharao begingen: „ So wie die Juden den Aschura
-Tag feierten indem sie fasteten um Allah
Diese
Aussagen einiger der bedeutendsten Gelehrten der Gemeinde Muhammads – Allah
segne ihn und schenke ihm Frieden – verdeutlichen sicherlich dem
unvoreingenommenen Leser, dass es sich beim Gedenken an den Geburtstag des
Propheten – Allahs Segen und Friede seien auf ihm – nicht um eine unzulässige,
verwerfliche Neuerung handelt. Wenn sich Menschen während der damit verbundenen
Feierlichkeiten in irgendeiner Weise ungebührend benehmen, so ist dieses
Verhalten sicherlich als solches für sich zu verurteilen, ohne dass damit aber
gleich das Begehen des Maulid als unzulässig zu betrachten wäre. Es käme
ja auch niemand auf die Idee, die Pilgerfahrt abzuschaffen, weil einige der
Pilger sich daneben benehmen. Die überwiegende Mehrheit der Muslime und ihrer
Gelehrten betrachteten und betrachten die Feierlichkeiten anlässlich des
Prophetengeburtstages als eine lobenswerte und segensreiche Neuerung. Dies ist
auch die von Schaikh Yusuf al-Qardawi, dem wohl derzeit bekanntesten Gelehrten
der ‚Salafi’-Bewegung, vertretene Ansicht. Er sagt dazu: „Wir alle wissen,
dass die Gefährten des Propheten – Segen und Friede seien auf ihm – weder
den Geburtstag des Propheten noch den Tag der Hijra oder den Tag von Badr
gefeiert haben, denn sie waren selbst Zeugen dieser Ereignisse während der
Lebzeiten des Propheten, der immer in ihren Herzen und Gedanken war. Sa´d ibn
Abî Waqqâs sagte, dass sie genauso bemüht Daarum waren, ihren Kindern die
Berichte über die Feldzüge des Propheten zu erzählen wie Daarum, ihnen den
Qur’ân beizubringen. Auf diese Weise erinnerten sie ihre Kinder an das, was
zu Lebzeiten des Propheten geschah und bedurften deshalb keiner solchen
Feierlichkeiten. Die nachfolgenden Generationen begannen jedoch, diese
glorreiche Geschichte und ihre Bedeutung zu vergessen. Deshalb wurden derartige
Feierlichkeiten abgehalten, um das Gedenken an großartige Ereignisse und die
Werte, die wir daraus ableiten können wieder zu beleben. Unglücklicherweise
beinhalten derartige Feierlichkeiten einige Neuerungen, wo doch ihr eigentlicher
Zweck darin besteht, die Menschen an das Leben des Propheten und das, wozu er
eingeladen hat, zu erinnern. In Wirklichkeit bedeutet das Feiern des
Geburtstages des Propheten die Geburt des Islam zu feiern. Solche Gelegenheiten
sind dazu da, um die Menschen daran zu erinnern, wie der Prophet gelebt hat. Und
Allah
der Erhabene sagt: „Wahrlich, im Gesandten Allahs habt ihr ein vorzügliches
Beispiel für den, der auf Allah
und den Jüngsten Tag hofft
und Allahs vielfach gedenkt.“[11]
“[12] Ohne
nun erschöpfend auf sämtliche Beweise und Argumente eingegangen zu sein, hoffe
ich mit dieser kurzen Zusammenfassung dem Zweifel derer, die befürchten,
vielleicht mit dem Feiern des Maulid etwas Unrechtes zu tun, Abhilfe
geschaffen zu haben. Möge Allah
[1] überliefert von Jabir bin Âbdullah in Sahîh Muslim [2] Imam al-Bayhaqi in Manaqib asch-Schafi´i [3] Imam Nawawi in Tahzîb al-Asma’ wa s-Sifât [4] As-Suyutî in al-hawî li-l-fatâwî [5] Ibn Taymiyya in Iqtida as-Siiraht al-mustaqîm [6] Ibn Kathir in al-Bidâhya wa an-nihaya [7] Adh-Dhahabî in Siyar alam an-nubala [8]
Ibn Kathir, Maulid
rasulillah sallAllah
[9] zitiert in Ahmad ibn Zayni Dahlan’s as-Siirah an-nabawiyya wa al-athar al-muhammadiyya [10] Imam Abu Schama in al-ba’ith ´ala inkar al-bid´a wa al-hawadith [11] Qur’ân, 33:21 [12] Islam Online Fatwa vom 19.4.2001, Fatwa Nr. 34150
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