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Hilaal die junge Mondsichel bestimmt die Monatsanfänge
Der Monat Ramadtaan beginnt und endet mit
der ersten Sichtung des Hilaal (der jüngsten Mondsichel). Es
wären kaum weitere Erklärungen erforderlich, wenn nicht in den
letzten Jahren vermutlich die Mehrzahl der Muslime den Ramadtaan
zu unrichtigen Zeitpunkten sowohl begonnen, als auch beendet hätte.
Die Anweisungen der traditionellen Rechtsschulen, welche die entsprechenden
Ayaat des Qur‘aan und hadiithe (Überlieferungen) eindeutig
auslegten, werden missachtet oder sind nicht bekannt. Viele Muslime
haben einfach keine Ahnung von gewissen Zusammenhängen und die Frage
nach richtig oder falsch stellt sich ihnen nicht. Der jeweilige nationale
Kalender oder andere Meldungen scheinen den Qur‘aan und die Anordnungen
des Propheten (der Friede und der Segen Allahs Qur‘aan 2/96....“Er lässt den Tag anbrechen; und Er macht die Nacht zur Ruhe und Sonne und Mond zur Berechnung. Das ist die Anordnung des Allmächtigen“..... Qur‘aan 14/33....“Und Er machte euch die Sonne und den Mond dienstbar, die voller Eifer sind. Und dienstbar machte Er euch die Nacht und den Tag“..... Qur‘aan 7/54...“Seht, euer Herr
ist Allah
Qur‘aan 21/33“.....Sie schweben, ein jedes Gestirn auf seiner Laufbahn“..... Qur‘aan 31/29...“....Hast du nicht
gesehen, daß Allah
Ibn 'Umar
(möge Allah
Ibn 'Umar
(möge Allah
Abu-l-Bakhtarii berichtete: Wir
gingen hinaus zum Zwecke der ûmrah und als wir im Tal von Nakhla
lagerten, versuchten wir den Hilaal (jüngsten Mond) zu
sehen. Einige der Leute sagten: Er ist schon drei Tage alt, und andere,
dass er zwei Tage alt sei. Wir trafen dann Ibn Âbbaas
und erzählten ihm, dass wir den Hilaal gesehen hätten,
aber einige gesagt hätten, er wäre schon drei Tage alt und andere
gesagt hätten, er wäre schon zwei Tage alt. Er fragte, in welcher
Nacht wir ihn gesehen hätten. Wir sagten ihm, “wir sahen ihn in jener
Nacht“. Er, der Prophet Allahs Rechtsschulen Nach shafiitischer Rechtsschule beginnt der Ramadtaan dann, wenn der Hilaal in der jeweiligen Umgebung durch identifizierbare Zeugen gesehen wurde. (Imam Ghazali beschränkt die Gültigkeit auf zwei Meilen). Nach hanifitischer Rechtsschule muss der Zeuge ein vertrauenswürdiger Muslim sein, wonach anonyme Medienmeldungen aus Ländern deren Regierungen bereits offenkundig gegen die Schariah gerichtete Ansichten eingeführt haben, besser nicht zu berücksichtigen sind, es sei denn, die volle Dokumentation der Sichtbarkeit wurde vertrauenswürdig erbracht (Name, Adresse, Ort) und die astronomischen Bedingungen schließen die Sichtbarkeit nicht aus. Es ist ein beliebtes Argument geworden, dass durch die modernen Kommunikationsmedien diese Bedingungen aufgehoben seien. Das muss wohl Überlegungen entsprungen sein, wo nicht alle Umstände mitberücksichtigt wurden. (Die Positionen der malikitischen und der hanbalitischen Rechtschulen sind dem Autor momentan nicht bekannt.)
Versäumtes Fasten Welche von beiden ist die Richtige, wenn zwei Informationen im Herzen eines Muslims für Unruhe sorgen? Die Einheit im ´eid-Gebet (Gemeinschaftsgebet nach dem Monat Ramadtaan) oder das Beenden des Fastens, wenn noch Ramadtaan ist? Die national - gesellschaftliche Situation? Das ´eid-Gebet ist keine Pflicht (fardt), das Fasten im Ramadtaan aber schon. Sollte sich also für einen Muslim herausstellen, dass er den Ramadtaan /das Fasten irrtümlich zu früh oder zu spät begonnen hat oder zu früh aufgehört hat, und dadurch einen oder mehr Fasttage versäumt hat, dann muss er das Versäumte nachholen und für die Zukunft in seinem Herzen mit einer konkreten Absicht beschließen, etwas Derartiges zu vermeiden. Sollte ein Muslim wissentlich und ohne Entschuldigung den Ramadtaan gebrochen haben, so muss er das Versäumte nachholen und zwei volle Monate ohne Unterbrechung (kaffarah) das Fasten einhalten. Wer jedoch glaubt, dass das Fasten ohne Entschuldigung unterlaßbar sei, der hat den Islam bereits verlassen und er ist kein Muslim, auch wenn er aus einem als traditionell muslimisch geltenden Land stammt.
Das Bezeugen des Hilaal Der
Hilaal ist die jüngste
gesichtete Mondsichel nach dem „Neumond“. (Für Muslime, deren Muttersprache
nicht Deutsch ist, ist der Begriff „Neumond“ oft irreführend, denn
„neu“ klingt nach erster Sichtbarkeit, wird aber in Österreich für
die „Unsichtbarkeit“ gebraucht.) Der Monat Ramadtaan, und
somit das Fasten, wird mit dem Sichten des Hilaal durch einen einzigen
muslimischen Zeugen zur Pflicht. Der Zeuge gilt entweder nur für die
Gegend verpflichtend, (z.B. Österreich) in welcher der Hilaal
gesichtet wurde oder wenn seine Vertrauenswürdigkeit und sein muslimische
Identität bekannt sind. Wenn aber niemand weiß wer der Zeuge
ist, ob es ihn wirklich gibt, so kann ihn schwerlich als vertrauenswürdig
anerkennen. Ein namenloser Unbekannter aus ferner Gegend, von dem man im
Radio hört, ist daher sicher nicht geeignet, obwohl er dort gelten
mag. Wenn die astronomischen Berechnungen eine Sichtung des Hilaal ausschließen,
dann können Meldungen gänzlich ignoriert werden. Die Mehrheit
der Muslime ist aber dermaßen national und medial verkulturalisiert,
dass ihnen nicht einmal mehr auffällt, dass kein Gericht der Welt
telefonische Aussagen ohne Nennung des Namens und der Adresse des Zeugen
auch nur für die unwichtigste Angelegenheit zuließe. Die Regel
der Rechtsschulen ist außerdem, dass, selbst wenn ein Muslim seinem
leiblichen Bruder in Indien telefonisch mitteilt, dass er den Mond in Österreich
gesehen habe, dadurch für seinen indischen Bruder das Fasten nicht
verpflichtend wird, geschweige denn für andere. Heute aber sagen die
Muslime, „wir haben im Fernsehen gehört.....dass in Ägypten jemand
den Mond gesehen hat...“. Jene Zahl der Muslime aber, welche tatsächlich
versuchen den Mond zu sehen, ist (vor allem in den Städten) äußerst
gering. Die große Mehrheit macht nicht einmal einen Versuch den Hilaal
zu sehen und weiß nicht, welche Informationen gelten und welche abzulehnen
sind.
Irreführenderweise wird die astronomische „Berechnung des Hilaal" immer wieder als „Sichtung des Hilaal“ durch die Medien verbreitet. Viele Muslime beginnen daher schon vor dem Beginn des Ramadtaan zu fasten und beenden ihr Fasten noch während des Monats Ramadtaan. Das hat dazu geführt, dass es nicht nur großräumig, sondern innerhalb eines Ortes oft zwei Anfänge des Ramadtaan gibt. Den Mond persönlich zu sehen ist keine Pflicht, doch die Umstände und Regeln für den Beginn des Fastenmonats zu kennen ist Pflicht (fardt cayin). Manche überlegen, ob der
Hilaal
nicht vom Satelliten, oder von einem Flugzeug aus, oder mit einem Spezialteleskop
gesehen werden dürfe. Wer die Zuneigung zur Sunnah verloren
hat, der stimmt solchen Ideen durchaus gerne zu und vermeint damit noch
etwas Gutes für die ummah (Gemeinschaft aller Muslime) zu tun.
Wenn wir das Teleskop am Erdboden zu den legalen Sichtmethoden rechnen
(?) dann wird der Mond unter Umständen bei geringerer Beleuchtung
gesehen als das mit freiem Auge möglich ist. Die astronomische Berechnung
des Hilaal bleibt jedoch ohne Konsequenz und der Ramadtaan kann niemals
durch derartige Berechnungen bindend werden. Das Ende des Ramadtaan
wird durch zwei Hilaal - Zeugen verkündet; bei Sichtbehinderung
dauert der Ramadtaan aber maximal 30 Tage, wobei beginnend mit der ersten
gültigen Sichtung des Hilaal gerechnet wird. Sollte der Hilaal
zu Beginn des Ramadtaan auch nicht sichtbar gewesen sein,
so wird der vorangegangene Monat als Grundlage genommen, was allerdings
voraussetzt, dass der Mond des Vormonats erfolgreich beobachtet wurde.
Wir werden jetzt aber durch alle wesentlichen Details noch einmal genauer
führen:
Der Islamische Mondmonat Ein Mondmonat hat 29 oder 30 Tage. Jeder
Monat (nicht nur der Ramadtaan) des islamischen Kalenders
beginnt, bzw. endet, wenn die feine Mondsichel erstmals gesehen wird oder,
wenn dreißig Tage des (vorangegangenen) Monats vorbei sind. Nicht
die Berechnung, sondern das tatsächliche Sehen des Mondes mit den
Augen eines (bzw. zweier) Muslims ist erforderlich, um den Beginn eines
Mondmonats zu definieren. Die Berechnung ist aber ein gutes Hilfsmittel
um zu wissen wann es sinnvoll sein kann den Hilaal am Himmel
zu erwarten und wann er andererseits sicherlich von niemandem gesehen werden
kann. Für Nichtmuslime hatte der Mond früher große bäuerliche
Bedeutung und wird jetzt in manchen alternativen Kreisen wieder als „wirkend“
berücksichtigt. Die Wirkung mit der wir uns hier befassen ist nur
die Sicht zur Erkennung von Anfang und Ende des Fastenmonats.
Die Ansichten der Muslime in drei Gruppen zusammengefasst
Die erste Gruppe (ahl-as-Sunnah wa-l-dshamca) sagt, dass das Sichten des Mondes mit dem Auge und nach manchen auch in dem Gebiet, in dem man lebt geschehen müsse, damit der Ramadtaan verbindlich wird. Ein Zeuge muss als vertrauenswürdig gelten und er muss ein Muslim sein.
Die zweite Gruppe sagt, dass das
Sichten des Mondes zwar mit den Augen, aber irgendwo auf der Welt stattfinden
kann. Dadurch würde der Ramadtaan verbindlich.
Dieser Meinung setzen wir entgegen, dass dies nicht die Ansicht der vier
Rechtsschulen ist, sondern vielmehr eine vielleicht gut gemeinte Idee,
welcher das Streben nach Einheit unter den Muslimen zu Grunde liegt.
Es gibt aber keinerlei Notwendigkeit oder Sinn, dass der Fastenmonat überall
in der Welt zum gleichen Datum beginnen und enden sollte. Die Anstrengungen
in diese Richtung helfen niemandem auf dem Weg zu Allah
Die dritte Gruppe sagt, man müsse
die ganze Angelegenheit grundsätzlich berechnen, weil „sehen“ mit
„wissen“ gleichzusetzen sei und die Berechnung sei dann für alle Muslime
bindend. Zur Rechtfertigung werden linguistische Überlegungen herangezogen.
Diese absurde, der Sunnah und der Anordnung des Propheten (der Friede Allahs
Der Unterschied zwischen Tag und Datum Bei dem Begriff „Tag“ und dem Begriff
„Datum“ handelt es sich um zwei verschiedene Dimensionen. Ein „Tag“ ist
ein, durch sinnliche Wahrnehmungen begrenztes, Phänomen und als solches
im Qur‘aan und in der Schari^ah (dem
islamischen Gesetz, ….dem sicheren Weg zu Allah
Wer die fitrah (Natürlichkeit)
verlassen hat, der sucht die Einheit der Muslime in Daten zu pressen. Der
Glaube an diese Erkenntnisse hat den Glauben an das Vorbild Muhhammad (der
Friede und Segen Allahs Was äußerlich nach Einheit aussieht
ist innerlich eine Vergewaltigung natürlicher Empfindung. Der Tag
und der Hilaal und das Fasten sind sinnliche Wahrnehmungen; ...und das
Fernsehen ist eben auch eine sinnliche Wahrnehmung, und so sind die Sinne
befriedigt.....< Der
Tag wurde von Allah
..........Es gibt auch ein Projekt, den Mond von einem Satelliten aus zu beobachten um aller Zweifel erhaben sein. Wer wird dann entscheiden, wie viel das Steinchen am Berg des Mondes beleuchtet sein muss um dieses Licht als Hilaal zu verkünden? Das nächste Projekt beschäftigt sich dann mit der Installation von Photozellen am Mond, welche dann die feinste Beleuchtung des Mondes "objektiv" als Ramadtaan verkünden, bis dann die Instrumente wieder verfeinert werden usw. Ganz abgesehen davon, dass dies noch Utopien sind, so wäre es die Fortsetzung der pervertierten Fitrah.
Die Bewegung der Himmelskörper Die Astronomen sprechen auch von der Geometrie
der Himmelskörper. Die Bewegung der Erde um ihre eigene Achse, die
Bewegung der Erdachse, die Umlaufbewegung des Mondes um die Erde, die Umlaufbewegung
der Erde zusammen mit dem Mond um die Sonne, alles dies sind Teile des
Phänomens der subjektiven Monderscheinung für den Beobachter
auf der Erde. Alle wissenschaftliche Beobachtung ist letztlich auch subjektive
Vorgabe eines Forschungszieles welches das Resultat schon zu Beginn der
Forschung durch die Absicht definiert. Deshalb werden wir hier nur das,
was für unsere Zwecke von praktischer Bedeutung ist möglichst
vereinfacht darstellen. Grundsätzlich sei zu erwähnen, dass die
Planeten auf manchen Abbildungen auf einer Ebene um die Sonne kreisend
erscheinen. Würde diese Momentaufnahme von einer 90° verschobenen
Position aus gesehen, so würden die Planeten auf unterschiedlichen
Ebenen erscheinen. Der Moment aber, wenn Sonne-Mond-Erde (oder Sonne -Erde-Mond)
von allen Positionen einer Weltraumsicht genau auf einer Linie schweben,
heißt Konjunktion oder Sonnen/Mondfinsternis. Ist die Linie aber
nur aus einem Blickwinkel gegeben spricht man von Neumond und das ist hier
unser Thema, denn die Finsternisse sind selten. Die Bewegung der Himmelskörper
ist in der umfangreichen astronomischen Fachliteratur viel genauer beschrieben
als dies unserem Zusammenhang notwendig ist.
Berechnung Seit langer Zeit wird mit den Mitteln der
Astronomie die Bewegung der Himmelskörper berechnet. Diese Berechnungen
wurden von Muslimen überprüft und finden weltweite Anerkennung
und gelten als zuverlässig. Es ist daher möglich, die Zeit, in
welcher sich der Mond in Dunkelheit hüllt (Konjunktion) genau zu bestimmen.
Dadurch weiß man, wann der Mond beginnt wieder beleuchtet zu werden
und wann das Sehen des Mondes mit den Augen frühestens möglich
werden könnte. Ferner kann berechnet werden wann und wo auf der Erde
der Mond unter den Horizont sinkt. Ebenso kann das Beleuchtungsausmaß
des Mondes zu jedem Zeitpunkt in Prozent errechnet werden. Der Winkel zwischen
Sonne und Mond zur Zeit des Sonnenunterganges und der Abstand des Mondes
vom Horizont sind laut Astronomen die wichtigsten Faktoren für eine
mögliche Sichtbarkeit des Hilaal. Dies ist alles sehr komplex
und zu jeder Jahreszeit unterschiedlich. Es ist daher offensichtlich, dass
fast alle Muslime diese kosmischen Zusammenhänge nicht nachvollziehen
könne und daher nur die tatsächliche Sichtung des Mondes in der
jeweiligen Gegend in rechtliche Gültigkeit haben kann. So wie die
Araber in Mekkah vor 1400 Jahren die Mondphasen von Kindesalter an selbstverständlich
beobachteten und wussten, wann und wo am Horizont der Hilaal zu
erwarten sei, so helfen uns heute aber die Berechnungen der Astronomen,
ohne dabei das Prinzip der Sichtbarkeit zu berühren. Berechnungen
können aber das Sehen nicht ablösen und der Islamische Monat
beginnt nur mit dem tatsächlichen Sehen des Hilaal, welches
mit dem Tag und dem Datum der Konjunktion niemals identisch sein kann.
Es gibt ganz kleine Computerprogramme, welche auf Sekunden genau die Bewegungen
der Himmelskörper studieren lassen und auf jedem Computer zu Hause
einsetzbar sind. Wie schon erwähnt, Berechnungen lassen aber nur
den Schluss zu wann der Mond sicher nicht gesehen werden kann und nicht,
wann der Hilaal zu sehen sein wird.
Konjunktion / Neumond Wenn sich der Mond auf einer subjektiven Linie mit der Erde und der Sonne befindet, dann kann das Auge den Mond unmöglich sehen. Man nennt diese kurze Zeitspanne >Konjunktion< oder im österreichischen Volksmund „Neumond“; der Ausdruck Konjunktion gilt in der Fachsprache nur für eine Sonnen, -oder Mondfinsternis. Astronomisch /rechnerisch gibt es zu Neumond nie eine volle Unsichtbarkeit doch für das Auge schon und dauert mindestens 17 Stunden bei günstigsten Umständen. Diese Phase der Unsichtbarkeit kann aber auch über 60 Stunden sein, was davon abhängt wo sich der Betrachter auf der Erde befindet. Jedenfalls kann niemand zu Neumond irgendwo auf der Erde den Hilaal als feine leuchtende Sichel sehen; der versuch des Sehens ist unsinnig. Wenn unmittelbar nach der Konjunktionsphase die Sonne (irgendwo) gerade untergeht, dann ist der Mond mit der Sonne in einer sich fast überschneidenden Position aus der er sich nur langsam entfernt. Rechnerisch betrachtet ist der Mond zu diesem Zeitpunkt bereits wieder 0,01 % beleuchtet, bzw. zu 0,01% wieder aus seinem eigenen Schatten hervorgekommen. Diese feine Beleuchtung des Mondes am Tag der Konjunktion kann zwar berechnet, nicht aber mit dem Auge erkannt werden. Das Auge kann nicht in die Sonne - (mit der sich der Mond überschneidet oder neben der er ganz knapp untergeht) - blicken. Zweitens ist die minimale Beleuchtung des Mondes (0,01% bis 0,09 %) nicht ausreichend, um vom Auge - selbst auf einem dunklen Himmel - wahrgenommen zu werden. Drittens ist kein Kontrast zum noch immer stark beleuchteten Himmel unmittelbar nach Sonnenuntergang gegeben um ein viel schwächeres Licht darin sehen zu können. Viertens ist der Abstand zwischen Sonne und Mond und der Abstand des Mondes vom Horizont ebenfalls zu gering. Die Annahme, dass der Hilaal (auf Grund der kosmischen Konstellation) am Tag der Konjunktion etwa in Indien nicht, jedoch aber in Marokko gesehen werden kann, ist unter Unkundigen beliebt, entbehrt aber jeder Grundlage. In ganz seltenen Fällen kann dies an den Folgetagen eintreten. Am Tage des Neumondes wird der Mond sogar zwei Mal beleuchtet da die scheinbare Konjunktionsphase nicht länger als ein rechnerischen Moment andauert und selbst dann Spuren einer Beleuchtung vorhanden. Entweder die letzte Sichel des alten Mondes und dann die erste Sichel des beginnenden Mondes ist mathematisch ständig vorhanden wenn wir von der Mondfinsternis (echten Konjunktion) absehen. Der Sonnenkalender weist den „Mondmonat“ von astronomischer Konjunktion zu astronomischer Konjunktion aus und berücksichtigt keine Sichtbarkeiten. (Auf österreichischen Kalendern normalerweise als schwarze Scheibe eingezeichnet) Die Konjunktion wird dem Datum (nicht dem empirischen Tag) an welchem sie stattfindet zugeordnet. Im Sinne der Sichtbarkeit der ersten Mondsichel (Hilaal) beginnt der Mondmonat jedoch immer erst ein bis zwei Tage nach dem astronomischen Neumond und das ist von Gegend, Witterung und Sehkraft abhängig. Obwohl es unmöglich ist eine feine
Mondsichel neben der untergehenden Sonne ausnehmen zu können, wurde
in den letzten Jahren regelmäßig die falsche Meldung der Sichtung
des Hilaal - vor allem durch arabische Medien – am Tag des Neumondes
verbreitet. Vermutlich die Mehrheit der Muslime begann dann zu fasten.
In der Folge beendeten sie ihr Fasten zu früh, denn der Mondmonat
kann nicht länger als 30 Tage sein. Dies ist eine Anordnung des Propheten
(der Friede und Segen Allahs Voraussetzungen zur Sichtung des Hilaal mit den Augen Wie schon erwähnt, nach astronomischer Berechnung ist sowohl die abnehmende wie auch die zunehmende Mondsichel (Hilaal) während eines Zeitraumes von zwei Stunden „zu sehen“. Auf der Erde sind jedoch andere Bedingungen (Reflexion des Sonnenlichtes vom Mond zur Erde durch die Atmosphäre, Sonnenlicht von der Erde zum Himmel, Abstand zur Sonne, Sehkraft des Betrachters, usw.) mit entscheidend dafür wie lange genau die Sonne vor dem Mond untergehen muss und wie stark der Mond von der Sonne direkt beleuchtet sein muss, um sichtbar zu sein. Dazu gibt es verschiedene wissenschaftliche Beobachtungen und Abhandlungen, die zu dem Resultat führen, dass der Mond erst mit einer Beleuchtung von 3-4% gesehen werden kann. Reduzieren wir zur Sicherheit auf 1-2% Beleuchtung bei klaren Sichtbedingungen und einer Zeitspanne von mindestens 25 Minuten nach dem Sonnenuntergang für die notwendige Kontrastwirkung. Ausreichende Beleuchtung und Kontrast sind also Voraussetzungen für die Sichtbarkeit des Hilaal. Als wichtigster Umstand gilt unter Astronomen jedoch der Abstandswinkel von Mond zu Sonne und der Abstand vom Mond zum Horizont zur Zeit des Sonnenunterganges. Die schlechtesten Chancen (weltweit) den Hilaal als erster unter den Muslimen zu sehen liegen für jene im Osten (z.B. Kalkutta / Indien) und die besten in Marokko. Im Westen von Amerika (z.B. LosAngeles) ist die Chance zur Sichtbarkeit per christlichem Datum noch früher gegeben, doch auf Grund der Zeitverschiebung (minus 8 Stunden zu Österreich) irrelevant, denn: wurde der Mond nicht nach Sonnenuntergang gesehen, so gibt es keinen Monatsanfang in der jeweiligen Gegend und spätere Meldungen von einer ganz anderen Gegend bleiben unberücksichtigt. Der Tag beginnt für Muslime mit dem Sonnenuntergang. Hier sei auch bemerkt, dass der astronomische Unterschied zwischen Wien und Mekka im Sinne der Mondbeobachtung so viel wie bedeutungslos ist; die witterungsbedingten Sichtverhältnisse sind in Mekka jedoch besser. In den letzten Jahren wurde via Telekommunikation aus Mekka die Mondsichtung jeweils zum Datum der Konjunktion gemeldet, was die Unrichtigkeit, bzw. Unverbindlichkeit der Meldung belegt. Wenn der
Hilaal (am Abend nach Sonnenuntergang)
irgendwo auf der Erde tatsächlich sichtbar wurde, dann müssen
mindestens 29 oder 30 Tage bereits vergangen sein seitdem der Hilaal zuletzt
gesichtet wurde. Der vorangegangene Monat kann nicht länger als 30
Tage dauern. Ist der Mond am dreißigsten Tag nach dem Sonnenuntergang
(bei klarer Sicht!!) noch nicht zu sehen, dann weiß man, dass der
„vorangegangene Monatsanfang“ nicht auf dem Sehen des Hilaal beruht haben
kann; vielmehr stellt sich dadurch die Falschheit der ersten Meldung heraus.
Der natürliche Bezug zur Mondbeobachtung ist den Muslimen aber längst
abhanden gekommen. Die fitrah ist zum Kalenderdenken pervertiert!
Die Liebe zum Datum hat den Tag und die Lebensweise des Propheten (der
Friede und der Segen Allahs Zusammenfassung 1. Am Tag des Neumondes kann der Hilaal von der Erde aus keinesfalls irgendwo gesehen werden. An diesem Tag sind die Werte der Mondbeleuchtung für alle Orte der Erde wesentlich unter 1 % und schon alleine deshalb kann der Mond von der Erde aus nicht gesehen werden. Außerdem müsste man in die Sonne blicken, da sich Mond und Sonne entweder überschneiden oder der Mond nur wenig neben der Sonne zu "sehen" wäre, wodurch (abgesehen vom Schaden für die Augen) der notwendige Kontrast nicht gegeben sein kann. Meldungen über eine Sichtung an diesem Tag müssen daher grundsätzlich missachtet werden, weil sie falsch sind und auch jeder Vernunft widersprechen. Es ist als ob jemand bezeugen würde, dass 2x3 sieben ist. 2. Am ersten Tag nach Neumond ist die Chance den Mond zu sichten manchmal noch immer sehr gering. Das hängt davon ab wann am Vortag Neumond war und wo sich der Beobachter auf der Erde befindet. Die Zeitspanne zwischen Sonnenuntergang und Monduntergang erstreckt sich am Tag nach Neumond von - 10 bis + 50 Minuten (also der Mond geht manchmal sogar vor der Sonne unter den Horizont) und die Beleuchtung des Mondes beträgt zwischen 0,5 – 1,5 %. Dass der Mond an diesem Tag gesehen wird ist daher nur unter günstigsten astronomischen Voraussetzungen und klaren Sichtbedingungen möglich, und in Europa selten. In den letzten Jahren wurde aber auch an diesem ersten Tag nach der Konjunktion von der Sichtung des Mondes aus Orten berichtet, an denen der Mond bereits vor der Sonne untergegangen war, was die Falschheit der Meldung bestätigt. Das Sichten des Mondes kann an diesem Tag weder ausgeschlossen werden noch mit Sicherheit erwartet werden. Wer aber sieht oder mit anonymen Meldungen aus fernen Ländern, der Sichtung des Hilaals an diesem Tag, einverstanden ist, der könnte zu fasten beginnen. darüber gibt es verschiedene Lehrmeinungen der Rechtsschulen. Es ist wohl ratsam zumindest den Zeugen mit Namen und Adresse anzuführen wenn man die Sicht des Hilaals veröffentlicht. 3. Am zweiten Tag nach Neumond ist
die Sichtung des Hilaal bei guter Witterung und mit guten Augen
sicher möglich. Der Mond ist in seiner Position nun genügend
weit von der untergegangenen Sonne entfernt. Er geht bis zu über zwei
Stunden nach der Sonne unter den Horizont und wird von der Sonne bis zu
4% beleuchtet. (ich hörte an diesem Tag öfters sagen: “.....Ich
habe heute den Mond gesehen und er hat ausgesehen, als wäre er schon
zwei Tage alt ....”)
Beispiel einer astronomischen Vorschau Für diejenigen, welche der Ansicht
sind, dass der Mond irgendwo auf der Erde gesehen werden könne um
mit dem Fasten anzufangen. Wird am 29. Schâbaan (20.Dezember
1998) abends der Mond gesehen, dann beginnt der 1.Ramadtaan
an diesem Abend und am 21.Dezember wäre somit der frühest mögliche
Tag, an dem gefastet werden muss. Am 19. Dezember ist es nicht möglich
den Hilaal von der (europäischen) Erde aus zu sehen. Doch nach
amerikanischer Sichtungsmöglichkeit wäre der 20.Dez. zurecht
bereits der 30. Schâbaan und der Ramdaan
begänne daher auf jeden Fall.
Unter >http://moonsighting.com
können alle astronomischen Daten genauestens beobachtet werden. Wie
gesagt, wird der Hilaal in Nordamerika immer zuerst wahrgenommen.
Zusätzlich wird dort bekannt gegeben, wann in Nordamerika der Hilaal
gesehen wurde. Es sei allerdings angemerkt, dass der Verfasser dieser Homepage
zusammen mit einem bereits vor Jahren gegründeten Verein (Commitee
for Crescent Observartion) >www.iio.org<
vermutlich der Ansicht sind, dass die Sicht des Mondes irgendwo auf
der Erde genüge um für alle Muslime den Ramadtaan
beginnen zu lassen. Wer also glaubt, dass es genügt wenn der Hilaal
irgendwo auf der Welt gesehen wird um den Ramadtaan zu beginnen,
der muss mit dem Ramadtaan irgendwann tief in der Nacht
oder nächsten Tages beginnen, denn vorher kann er es aus Amerika nicht
erfahren. Außerdem, wenn in America Abend ist, dann ist in Österreich
bereits der nächste >Tag<, welcher jeweils am
Abend begonnen hatte. Der Unterschied von Neuseeland zu LosAngeles
ist "datumsmäßig" zu groß als dass die Neuseeländer
Muslime sich danach noch richten könnten. Der muslimische TAG und
das SonnenDatum (christliches) lassen sich nicht grundsätzlich gleichsetzen!
Am 18.12.1998 wurde am Abend aus Saudi Arabien, also noch bevor die Konjunktion des Mondes überhaupt stattgefunden hatte, die Meldung von der Sichtung des Mondes über die Medien verbreitet und vermutlich hat fastet daher die Mehrheit der Araber heute, am 19.12.98 in der Meinung es sei der erste Ramadtaan. Die Konjunktion fand um >22.41h nach Universal Zeit< statt. Die Türken fangen
laut Kalender am 20.Dezember zu fasten an
Möge mir Allah
Allah
Muhhammad AbuBakr Mueller
* „....istawaa cala-l-carschi...“
wird oft mit ....„Seinem Reich zuwandte...“... übersetzt, damit ein
falsches, wörtliches Verständnis verhindert wird und keine räumlichen
Auffassungen von den Eigenschaften Allahs
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