|
00002 |
|
|
Warum Islam.at Muhhammad Abu Bakr Mueller Juli, Okt. 1419 / 1998
Ein Beitrag, damit Wissen über Islam
auch im deutschen Sprachraum zugänglicher wird; damit Nichtmuslime
den Islam annehmen mögen; damit falsche Ansichten und Irrlehren im
Namen des Islam entkräftet werden. Damit klar wird, dass Islam keine
klimabedingte oder temporäre Kultur ist; dass Islam die beste Lebensqualität
ist; dass Islam die Religion für alle Menschen ist; dass die Ergebung
des Egos vor Allah
Abgesehen von den offenkundig irreführenden Meldungen in den Medien über verrückte Mörder und Universitätsdozenten und Diktatoren in den sogenannten islamischen Ländern, wird von vielen nichtmuslimischen Europäern Islam als ein Krokodil erlebt, welches einmal mit Furcht und dann wieder mit Bewunderung beobachtet wird, wobei die Furcht überwiegt. Der Journalist berichtet von den Gewohnheiten des Krokodils, live über Satellit, direkt aus dem Schlund des Krokodils, mit glänzenden Bildern auf bestem Papier. Selbst Details von Ritualen werden manchmal so genau beschrieben, dass der Europäer an der Objektivität der Berichterstattung kaum zu zweifeln beginnt. Die Berichte glänzen vor Perfektion und hinterlassen den Eindruck, über Islam richtig informiert worden zu sein. Etwa so, als berichtete man über Alkohol ohne dessen Wirkung als das eigentlich Wesentliche zu beachten. Bestseller im Namen des Islam verkaufen sich, Sondernummern kommen auf den Markt und manche lernen - berufsbedingt - mit dem Krokodil zu leben. Andere wiederum sind begeistert von den freundlichen Muslimen im Urlaub. Die Architektur wird bewundert und Wissenschafter und Geschichtsschreiber sind von der einen oder anderen Angelegenheit fasziniert. Ob Boulevardpresse, wissenschaftliche Publikation oder Kunstband, der Unterschied liegt nur im Medium. Kurz, die EU-Ritter und die Goldsucher präsentieren Islam zumeist von außen, als eine geschichtlich notwendige "Kultur", als veraltetes Phänomen gewisser Zonen und als gefährliches Sozialsystem (welches früher sinnvoll war und jetzt im Sinne der Religionsfreiheit und Kulturerhaltung in Grenzen gepflegt gehört). Von Islam ist dabei nie wirklich die Rede, auch wenn das Wort ständig vorkommt, denn mit ungläubigen Herzen ist dies nicht möglich.
Nicht zuletzt tragen viele Selbstdarstellungen aus den sogenannten islamischen Ländern genügend zu dieser Sichtweise bei. Islam wird von vielen sogenannten Muslimen als eine Mischung von "Gesellschaftsregel, Politik, Wissenschaft und Folklore mit rituellen Regeln" dargestellt, ohne die Nüchternheit und den Rausch der Liebe zu beachten. Aktivitäten im Namen des Islam sind in Europa mehrheitlich auf Menschen aus sogenannten islamischen Ländern beschränkt welche ihre national-folkloristischen und wirtschaftlichen Probleme abseits der Heimat irgendwie lösen müssen. Das ist kein leichtes Leben. Die bewusste oder unbewusste Huldigung europäischer Lebensweisen produziert die Frage: warum also Islam? Wie sollte ein Europäer an Inhaltslosigkeit Interesse haben, wo er diese selbst entwickelt hat und auch sieht wie die Menschen aus den islamischen Ländern dem Luxus nacheifern; warum also Islam? Religionen im Allgemeinen liegen längst im rationalen Psycho-Eimer und werden als solche seziert. Der Nichtmuslim fasst Islam zwangsläufig so auf wie er seine eigene Lebensweise auffasst. Die verschiedenen Morde von Regenten und ihren Kontrahenten im Namen des Islam, welche die Medien füllen, sind die Vergiftung des Bodens durch Düngemittel. Diskussionen, Dialoge, usw. werden mit Wissen oder Bildung verwechselt. Andere sind professionelle Redner mit Krawatte und schmeicheln mit politisch-sozialen Dauerthemen Muslimen oder Nichtmuslimen, sozusagen um zu beweisen wie "wissenschaftlich" Islam sei.
Es ist meine Absicht, mit Artikeln verschiedenster
Autoren, in den geistigen Bereich des traditionellen Islam zu führen,
denn Islam ist die transzendenteste Lebensqualität, der Liebesrausch
und die Ernüchterung, die Angst und die Hoffnung und eine aus dem
Herzen kommende Lebensweise in ständiger Erinnerung an Allah
Wenn sich ein Nichtmuslim zum Islam bekennt,
dann ist es oft schwer für ihn unter all den Ratschlägen das
Richtige zu erkennen. Emotionen, wirtschaftliche Bedürfnisse, folkloristische
Gewohnheiten, säkularisierte Lebensformen, usw. mischen sich mit Erklärungen
die ihm gegeben werden: manche Ratgeber haben auf islamischen Universitäten
Arabisch und/oder das Islamische Gesetz auswendig gelernt. Manche reduzieren
Islam auf "Erlaubtes" und "Verbotenes". Es herrscht vielfach die Vorstellung,
dass Islam, so wie "das französische Recht vor der Revolution" studiert
werden kann. Manche missverstehen
Sufismus und wollen einer Erleuchtung
zusteuern bis sie selbst Gott werden. Andere wollen Islamische Staaten
durch Organisationen erwirken während ihr Herz vom Ego geführt
ist und spekuliert, wie der Islamische Staat ohne geistige Hierarchie funktionieren
wird. Sie sind wie tüchtige Steuermänner auf einem Schiff und
alle ohne Ruder mit unrealen Zielen. Manche denken, dass das Islamische
Gesetz für ihren hoch entwickelten, zivilisierten Zustand keine Notwendigkeit
oder Gültigkeit habe. Andere glauben,
Sufismus habe mit Islam nichts
zu tun. Manche glauben - wie die Christen - Allah
Wenn aber ein Nichtmuslim trotz dieser widrigen Umstände Islam annimmt, ist dies einer seits wie ein Wunder und es wären die Berichte seiner glücklichen Vorgänger zu lesen. Dieser wird nun von gewissen Personen und Büchern lernen wie er beten und andere Rituale ausführen soll. Es bildet sich eine Beziehung zu diesen ersten Lernprozessen, wie zu gewissen Speisen in der Kindheit. Keine Regung des Herzens ohne folgende Form. Keine Realität ohne Ritual. Kein Trunk ohne Flüssigkeit. Das Herz, welches Islam angenommen hat weiß nichts von Spaltungen. Enttäuschungen führen zu Wissen oder werden nicht verkraftet. Glaube ist schneller verloren (rationalisiert) als der Pfeil vom gespannten Bogen wegfliegt.
Wenn ein Muslim keinen geistigen Führer
findet, dann sollte er sich so weit er kann an den Überlieferungen
bzw. deren Interpretation durch eine der vier Rechtsschulen orientieren
und Diskussionen über Islam möglichst meiden. Meide den Rat derer
in Glaubensfragen, welche oft betonen, nur dem >Qur'aan< und
der >Sunnah< zu folgen und dass Islam leicht sei, obwohl diese
Aussagen richtig sind. Meide den Rat dessen, der betont, immer Gutes zu
tun, obwohl er dir vielleicht Gutes tut. Glaube (Imaan) ist eine
sensible Angelegenheit und es bedarf der Fähigkeit zwischen Glauben
und Unglauben unterscheiden zu können. Wissen ist, was einen vor dem
Feuer bewahrt und keine Theorie oder Philosophie oder sonstige individuell
entwickelte Erkenntnis. Alle Krankheiten nehmen ihren Ausgang vom Herzen
und nur durch Allah
Glaube ist etwas, das nur durch die Gnade
Allah
Die Texte von Islam.at mögen, so
Allah
|